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22. März 2013, 09:25
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BFW zeigt nur verhaltene Freude über steigende Baugenehmigungszahlen

Laut Statistischem Bundesamt  wurden 2012 rund 5,5 Prozent mehr Neubauwohnungen als 2011 genehmigt. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zeigt dennoch nur verhaltene Freude. Gestiegene Baupreise, verschärfte energetische Anforderungen sowie hohe Grundstückspreise und Grunderwerbsteuern blieben Hemmschuhe.

Walter Rasch 1 in BFW zeigt nur verhaltene Freude über steigende Baugenehmigungszahlen

Walter Rasch, BFW

“Der Trend bei den Baugenehmigungszahlen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Deutschland beim Wohnungsneubau im Schnitt noch weit hinter dem Soll liegen. Die hohe Genehmigungsrate aus dem Jahr 2011 mit einer Steigerung von 21,7 Prozent gegenüber 2010 war ein erstes positives Ergebnis, das wir uns für 2012 mindestens genauso stark gewünscht hätten”, kommentiert BFW-Präsident Walter Rasch.

Der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus 13,3 Prozent) fiel laut Destatis dabei deutlich höher aus als der Anstieg von Genehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern (plus 3,6 Prozent). Die Genehmigungen für den Bau von Einfamilienhäusern waren dagegen rückläufig (minus 5,8 Prozent). Insgesamt wurden 211.155 Baugenehmigungen für Wohngebäude erteilt.

“Trotz rekordverdächtigen Zinstiefs für das Baugeld hemmen insbesondere gestiegene Baupreise und verschärfte energetische Anforderungen sowie hohe Grundstückspreise und Grunderwerbsteuern derzeit den Wohnungsneubau. Auch komplizierte Grundstücksvergaben und langwierige Baugenehmigungsverfahren tragen dazu bei, dass der Wohnungsneubau nicht im gewünschten Maß vorankommt”, moniert Rasch.

Seine Forderung: “Die Politik muss jetzt reagieren und die Weichen für ein investitionsfreundliches Klima im Mietwohnungsneubau stellen. Jede neu gebaute Wohnung entlastet den Wohnungsmarkt und sichert damit auch preiswerten Wohnraum für mittlere und kleine Einkommensbezieher. Der Staat muss hier mit steuerlichen Erleichterungen und Anreizen seinerseits einen Beitrag leisten.” (te)

Foto: BFW

 

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