Anzeige
Anzeige
4. Juni 2013, 10:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilien richtig finanzieren: Vorsicht ist geboten

Durch die Senkung der Leitzinsen befinden sich die Bauzinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Viele Kleinanleger und Eigennutzer bekommen erstmals die Möglichkeit zum Immobilienerwerb. Trotzdem ist Vorsicht geboten!

Die Kiefer-Kolumne

Bauzinsen

“Die Bauzinsen werden nicht ewig auf diesem niedrigen Niveau bleiben.”

Wer momentan über das Thema Baufinanzierung nachdenkt, sollte einige wichtige Überlegungen berücksichtigen:

An die Zukunft denken

Fest steht: Die Bauzinsen werden nicht ewig auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Mittelfristig werden sie sicher wieder ansteigen. Wann und bis zu welcher Höhe, vermag momentan jedoch niemand vorauszusagen.

Auch in den kommenden Monaten dürfte die europäische Zinspolitik noch weiter von der Finanzkrise einiger Euroländer und der Angst um die schwächelnde Konjunktur geprägt sein. Eine kurzfristige massive Zinserhöhung ist deshalb wohl nicht zu erwarten. Bereits bei einer leichten Erhöhung der Leitzinsen besteht die Gefahr, dass weitere Euroländer in Finanzierungsschwierigkeiten kommen und die Konjunktur geschwächt wird.

Aber das kann und wird sich auch wieder ändern. Wenn die Inflation steigt, wird die Zentralbank mit einer Zinserhöhung reagieren müssen und dann steigen auch die Bauzinsen wieder an.

Bei der Finanzierungsplanung ist es deshalb sehr wichtig, über die gesamte Kreditlaufzeit nachzudenken. Kreditnehmer sollten sicherstellen, dass sie die Belastung der Finanzierung auch nach Ablauf der Zinsfestschreibung und mit dann gegebenenfalls deutlich höheren Bauzinsen sicher leisten können. Die momentan ersparten Zinsen sollten daher in die Tilgung investiert werden. Der Tilgungsplan sollte sicherstellen, dass der Kreditnehmer nach Ablauf der Zinsbindung die Restverbindlichkeit auch auf einem deutlich höheren Zinsniveau sicher bedienen kann.

Konditionen vergleichen

Viele Banken konkurrieren derzeit um das Baufinanzierungsgeschäft. Ein Vergleich ist deshalb unbedingt ratsam. Neben der Hausbank sollte man mindestens zwei weitere Angebote einholen. In jedem Fall stärken mehrere Angebote die Verhandlungsposition gegenüber der Hausbank.

Seite zwei: Flexibilität durch unterschiedliche Laufzeiten

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

3 Kommentare

  1. Die Banke sind hier viel zu vorsichtig geworden. Es nicht riskant eine 100 % Finanzierung zu wählen, aber dann eben für einen angemessenen Kaufpreis und 20 Jahre Zinsfestschreibung. Oder eben 3 % Tilgung rein, dann ist jeder ebenfalls sicher. Aber 100 % und 1 % Tilgung ist extrem gefährlich

    Kommentar von Jan Lanc — 22. August 2013 @ 14:59

  2. Zum Thema “Flexibilität durch unterschiedliche Laufzeiten” ist zu sagen, dass dies nur sinnvoll ist, wenn zu einem bestimmten Ablauftermin für eine Teilsumme eine Tilgung durch z.B einen BSV oder eine Lebensversicherung erfolgen kann. Ansonsten sind unterschiedliche Zinsfestschreibungen eher hinderlich, da die bereits finanzierende Bank die erste Rangstelle nicht freigibt und dies Teilumschuldungen erschwert oder verhindert.

    Kommentar von Reinhold Schaad — 5. Juni 2013 @ 13:04

  3. Warum sollte man extern vergleichen um damit die Hausbank ausverhandeln zu können? Die Leistung wird schließlich extern erbracht und so hat die Hausbank eigentlich auch keinen Abschluß verdient. Und: welche Vorteile hat ein Kunde mit der Finanzierung bei seinem kontoführenden Institut?

    Kommentar von Joachim Leuther — 5. Juni 2013 @ 08:56

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Versicherungsvertrieb 2017: Mehr Mut zur Fokussierung

Die Bedeutung und das Verständnis für Kundenzentrierung sind in der Versicherungsbranche angekommen. Dreh- und Angelpunkt im Kundenkontakt ist und bleibt der Vertrieb: Hier müssen Unternehmen ansetzen, um auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren.  Gastbeitrag von Michael Klüttgens, Willis Towers Watson

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Private Altersvorsorge: Zwischen Vorsorge-Frust und Anlagestau

Die Deutschen haben wenig Vertrauen in die private Altersvorsorge und planen kaum eine Ausweitung ihrer Vorsorgebemühungen. Allerdings haben sie bisher zum Großteil auf die falschen Kapitalanlageprodukte gesetzt – und die Inflation steigt.

mehr ...

Berater

GDV: IDD-Entwurf wird digitaler Vertriebswelt nur teilweise gerecht

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) bringt wichtige Klarstellungen für Unternehmen und Vermittler. Allerdings wird der Entwurf den Anforderungen an den Versicherungsvertrieb in der digitalen Welt nur zum Teil gerecht, lautet die erste Einschätzung des Gesetzentwurfs durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...