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26. August 2013, 09:54
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Europäische Immobilienunternehmen scheuen das Risiko

Europäische Immobilienunternehmen zeigen nur eine geringe Bereitschaft, erhöhte Investitionsrisiken auf sich zu nehmen, geht aus der aktuellen Investitionsklimastudie von Union Investment hervor. Demnach lässt der erwartete Strategiewechsel hin zu renditestärkeren und damit risikoreicheren Investments – auch außerhalb Europas – noch auf sich warten.

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Harter Wettbewerb um Core-Immobilien

„Die Finanzmarktkrise erfordert insbesondere von sicherheitsorientierten Immobilien-Investoren die Beschäftigung mit alternativen Investitionsstrategien. Risikovermeidung durch die ausschließliche Orientierung auf die besten Bestandsobjekte in besten Lagen kann zur Falle werden“, sagt Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg.

Konzentration auf westeuropäische Kernmärkte

Rund 65 Prozent der befragten Immobilieninvestoren geben an, dass sich die Eurofinanzkrise auf ihre Anlagestrategie deutlich ausgewirkt hat. Zu den stärksten strategischen Anpassungen, die vorgenommen wurden beziehungsweise in den nächsten zwölf Monaten erfolgen sollen, gehört die Konzentration auf die westeuropäischen Kernmärkte (57 Prozent). „Core-Immobilien sind in den nachgefragten europäischen Märkten jedoch teuer. Sehr hohe Einstiegspreise sind die risikobehaftete Kehrseite einer zu starren Risikovermeidungsstrategie“, so Kutscher.

Stärkere Beimischung von B-Standorten

Eine Alternative hierzu sind für über die Hälfte der befragten Investoren (57 Prozent) mehr Investments in Gebäude, die nicht von einem einzigen Großmieter, sondern von mehreren Mietparteien genutzt werden. Die stärkere Beimischung von B-Standorten (38 Prozent), von kleineren Objektgrößen (36 Prozent) oder Logistikobjekten (33 Prozent) spielen in den strategischen Planungen ebenfalls eine Rolle.

Mit einer stärkeren Gewichtung von außereuropäischen Investitionen (22 Prozent) oder einer breiteren Diversifikation durch die Beimischung von Hotelobjekten (17 Prozent) setzt sich demgegenüber nur ein kleiner Teil der befragten Investoren auseinander.

Gleichzeitig ist der scharfe Wettbewerb um Core-Immobilien nur für eine Minderheit der europäischen Investoren Anlass, das Risikoprofil ihrer Anlagen zu überprüfen. Nur 32 Prozent der befragten Investoren wollen infolge der hohen Nachfrage nach Core-Immobilien höhere Investitionsrisiken auf sich nehmen, 59 Prozent lehnen höhere Risiken ab.

Regionale Unterschiede

Hier weist die Studie jedoch große regionale Unterschiede aus: 59 Prozent der britischen Investoren, 12 Prozent der Deutschen und 28 Prozent der Franzosen zeigen sich infolge des derzeitigen Preisniveaus bei Core-Immobilien zu mehr Risiko bereit.

Einig zeigen sich Briten und Deutsche bei der Beurteilung des Klimas für Immobilieninvestitionen: Der von Union Investment halbjährlich ermittelte Index überschreitet erstmals seit  Herbst 2011 in beiden Ländern wieder die 70-Punkte-Schwelle, die ein freundliches Investitionsklima anzeigt. Pessimistischer sind die Franzosen: Der Index gab hier um fast drei Punkte nach und liegt nun bei 61,5 Punkten. (mh)

Foto: Shutterstock

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