Anzeige
3. Januar 2013, 08:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büromarkt: Rückgang auf hohem Niveau

Der Flächenumsatz an den wichtigsten deutschen Bürostandorten ist nach Angaben von BNP Paribas Real Estate (BNPRE) in 2012 unter den Rekordwert des Vorjahres gesunken, liege aber immer noch auf hohem Niveau. Dies könne 2013 voraussichtlich gehalten werden.

Büromarkt DeutschlandMit einem Flächenumsatz von knapp 3,25 Millionen Quadratmetern an den neun wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart fiel das Ergebnis 2012 nach Aussage von BNPRE erwartungsgemäß knapp 12 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Der zehnjährige Durchschnitt sei allerdings trotz der Turbulenzen im Euroraum um fast sechs Prozent überboten worden.

„Trotz des erwarteten Rückgangs des Flächenumsatzes haben sich die Büromärkte im abgelaufenen Jahr insgesamt sehr gut geschlagen. Dass das Rekordergebnis des Vorjahres nicht wiederholt werden konnte, war absehbar, insbesondere vor dem Hintergrund der im Jahr 2012 wieder aufgeflammten Schulden- und Eurokrise“, unterstreicht Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland. „Obwohl sich das Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamt und sich die Aussichten für die nächsten Monate spürbar eingetrübt haben, liegt der Flächenumsatz mit rund 3,25 Millionen Quadratmetern aber noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.“ Dies zeige, dass auch die Unternehmen überwiegend nur von einer Wachstumsdelle und nicht von einer erneuten Rezession ausgehen. „Hierfür spricht auch das mit über 900.000 Quadratmetern Flächenumsatz sehr starke vierte Quartal“, so Bienkowski.

Der einzige Standort mit einem deutlichen Umsatzplus ist laut BNPRE Frankfurt, wo rund 519.000 Quadratmeter (plus 21 Prozent) Flächenumsatz registriert worden seien. Auf Vorjahresniveau bewegt sich der Umsatz mit 548.000 Quadratmetern den Angaben zufolge in Berlin. Leichte Rückgänge waren in Düsseldorf mit 346.000 Quadratmetern (minus vier Prozent) und in Leipzig mit 98.000 Quadratmetern (minus fünf Prozent) zu beobachten.

Jeweils rund 19 Prozent weniger Flächenumsatz verzeichneten laut BNPRE Hamburg (435.000 Quadratmeter), Köln (257.000 Quadratmeter) sowie München mit 715.000 Quadratmetern. Trotzdem lag die bayerische Metropole erneut vom Flächenumsatz her an der Spitze aller Standorte. Die stärksten Einbußen mussten Essen mit lediglich 75.000 Quadratmetern minus 30 Prozent) und Stuttgart mit 192.000 Quadratmetern (minus 32 Prozent) hinnehmen. In Stuttgart stelle dies aber trotzdem noch das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre dar.

Flächenangebot weiter deutlich rückläufig

Im Jahresvergleich hat sich das Leerstandsvolumen aller Standorte laut BNPRE deutlich um neun Prozent auf 7,92 Millionen Quadratmeter verringert. „Erwartungsgemäß hat sich vor allem das Angebot an modernen Leerstandsflächen erheblich reduziert. Nur noch knapp 2,32 Millionen Quadratmeter (minus zehn Prozent) weisen diesen Flächenstandard auf. Damit entsprechen nicht einmal mehr 30 Prozent des Gesamtleerstands der von den Mietern bevorzugten Qualität“, erläutert Bienkowski.

Seite 2: Spitzenmieten haben zugelegt

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Bausparen – zurück zu den Wurzeln

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat unlängst entschieden, dass die Kündigung alter Bausparverträge mit hohen Zinsen rechtens ist. Vor diesem Hintergrund wird das Bausparen seinem ursprünglichen Ziel wieder gerechter. Für Bausparer ist das eine gute Nachricht.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Weiterbildung: Plansecur kooperiert mit Going Public

Wie der Kasseler Finanzdienstleister Plansecur mitteilt, wird er künftig bei der Aus- und Weiterbildung seiner Finanzberater mit der Going Public – Akademie für Finanzberatung zusammenarbeiten. Die Angebote des Berliner Schulungsanbieters sollen das Angebot der hauseigenen Plansecur Akademie ergänzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...