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10. Oktober 2013, 08:44
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Immobilie als Altersvorsorge statt “Sorge im Alter”

Der Erwerb einer Immobilie für die Altersvorsorge ist nach wie vor bei vielen Deutschen hoch im Kurs. Der Interessent sollte allerdings alle Lebensphasen in seine Kaufentscheidung mit einbeziehen, damit das traute Eigenheim nicht zum Klotz am Bein wird.

Gastbeitrag von Marcus Rex, BS Baugeld Spezialisten AG

Immobilie Altersvorsorge

“Die eigene Immobilie als Altersvorsorge gilt als sicherer Hafen. Aber: Vorsicht vor zu schnellem Handeln.”

Gefühlt boomt der Immobilienmarkt in Deutschland. Dieses Gefühl wird allerdings sehr stark von einem extremen Nachfrageverhalten beeinflusst. Wie kommt nun dieser Run auf Immobilien zustande?

Über 80 Prozent der Deutschen betrachten die Immobilie als die beste Altersvorsorge. Niedrige Zinsen scheinen den Traum der eigenen vier Wände erschwinglich zu machen. Kapital anlegen ist bei den derzeitigen Zinsen nicht besonders attraktiv, es geht dem Anleger eher um Werterhalt beziehungsweise um den Ausgleich der Inflationsrate.

Nichts überstürzen ist die Devise

Klar, dass in dieser Situation die eigene Immobilie als Altersvorsorge als sicherer Hafen gilt. Aber: Vorsicht vor zu schnellem Handeln. Nichts überstürzen ist die Devise. Der Immobilienerwerb ist ein langfristiger Prozess, im Rahmen dessen der Kunde einige Überlegungen in die Waagschale schmeißen sollte.

Speziell wenn es sich bei der eigenen Immobilie um eine Altersvorsorge handelt, getreu dem Motto “im Alter keine Miete mehr bezahlen”, sollten Kunden sich Zeit nehmen. Betrachten wir einmal den klassischen Eigenheimerwerber, der heute Mitte/Ende 30 ist, zwei Kinder hat und über ein gutes Einkommen verfügt.

Lebenssituationen ändern sich – die Immobilie bleibt

Die Lebenssituation dieses Kunden wird sich sicherlich in den nächsten Jahren noch verändern. Die Kinder gehen aus dem Haus, eventuell führt eine berufliche Veränderung zu einem Wohnortwechsel, im Alter muss die Immobilie altersgerecht umgebaut werden (können) und vor allem muss sie in den nächsten Jahren in Stand bleiben.

Wer kann sich heute schon festlegen, dass dies die Immobilie seines Lebens bleiben wird? Was heute als eigene Immobilie angeschafft wird, sollte auch in einer veränderten Lebenssituation zu keinem Ballast werden.

Finanzierungskonzepte bieten heute genügend Flexibilität, um sich auf veränderte Lebensumstände einzustellen. Die Immobilie selbst wird zu häufig zum Klotz am Bein, weil man eben nicht berücksichtigt hat, dass sich Lebensverhältnisse ändern.

Ist die Miete nachhaltig erzielbar?

Wir reden hier nicht einmal von extremen Situationen wie beispielsweise einer Scheidung. Nein, es geht vielmehr um die Fragestellung, ob die Immobilie im Falle eines Umzugs vermietbar ist, ob die Bauweise einen späteren Umbau aus Altergründen zulässt, ob der Standort auch in 30 Jahren noch attraktiv ist, etc. – Überlegungen, die nicht nur der Eigennutzer anstellen sollte, sondern auch der Investor, der die Immobilie als reine Kapitalanlage betrachtet.

Der Kunde, der heute fremdvermietet, muss sicherstellen, dass die Miete nachhaltig erzielbar ist und als zusätzlicher Rentenbaustein für die Altersvorsorge realistisch bleibt.

Nur wer seine Immobilie nach den genannten Überlegungen auswählt, für den wird die geplante Altersvorsorge nicht zur “Sorge im Alter”.

Keine Angst vor einer Immobilienblase

Das Marktumfeld ist weiterhin ideal für den Immobilienkauf. Die Preise sind zwar in den letzten Monaten vor allem in den Ballungsgebieten gestiegen, doch haben wir in Deutschland was die Immobilienpreisentwicklung angeht noch etwas Nachholbedarf gegenüber unseren Europäischen Nachbarn.

Also sollten wir uns nicht vor einer Immobilienblase fürchten, die im Übrigen nur dann eine ist, wenn sie platzt. Aber davon sind wir (bis auf einzelne, ganz spezielle Mikrolagen in besonders nachgefragten Städten wie zum Beispiel München) weit entfernt.

Werterhalt und Inflationsschutz

Die Immobilie ist und wird auch weiterhin für Werterhalt und Inflationsschutz stehen. Die Vergangenheit bestärkt die These.

Wie wirkt sich eine höhere Inflationsrate auf die Immobilie aus? Steigen Preise für den Konsum, dann steigen meistens auch die Einkommen. Das ermöglicht dem Eigentümer, die Mieten anzupassen. Im Gegenzug verringert sich die reale Zinsbelastung aus der Finanzierung der Immobilie.

Die Nachwehen der Finanzkrise sind noch deutlich spürbar. Immer wieder gibt es Skandale von geprellten Anlegern. Eine Immobilie im Gegenzug geht in der Regel nicht verloren. Daher ist sie als Altersvorsorge nach wie vor am besten geeignet.

Autor Marcus Rex ist Vorstandsmitglied der BS Baugeld Spezialisten AG.

Foto: BS Baugeld Spezialisten & Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Leider hat der Autor von Wohnen, Familie, Karriere, Alter und den dadurch bedingten Lebensveränderungen mit seiner Vorstellung und seinen ” Ansprüchen ” von der Realität keine Ahnung! Alles theoretisches Geschwätz!!! Schade, sollte halt bei seinen Baufinanzierungen bleiben und nicht ins Immobilienbusiness pfuschen!

    Kommentar von Detlef Lüder — 12. Oktober 2013 @ 00:10

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