25. Februar 2013, 14:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schroder Property: Jetzt in Nord- und Mitteleuropa investieren

Für den Immobilien-Investmentmanager Schroder Property ist es aktuell an der Zeit, in nord- und mitteleuropäische Gewerbeimmobilien zu investieren. Während sich einige Städte in Südeuropa in einer tiefen Rezession befänden, gebe es insbesondere in Deutschland und Skandinavien solche, die erhebliches Wachstum und hohe Flächennachfrage verzeichneten.

Kopenhagen-Nordeuropa-249x300 in Schroder Property: Jetzt in Nord- und Mitteleuropa investieren

Kopenhagen, Dänemark

Vor allem der hohe Grad an weltwirtschaftlicher Vernetzung führe dort zu einer hohen Nachfrage nach Gewerbeflächen.Trans in Schroder Property: Jetzt in Nord- und Mitteleuropa investierenTrans in Schroder Property: Jetzt in Nord- und Mitteleuropa investierenTrans in Schroder Property: Jetzt in Nord- und Mitteleuropa investieren“Wir unterteilen die Wachstumsstädte in drei unterschiedliche Gruppen”, erläutert Mark Callender, Head of Property Research bei Schroders. Zur ersten Gruppe zählten demnach Städte, in denen sich Produktionsstandorte für Hightech- oder Luxusgüter mit hoher Nachfrage in Asien, Osteuropa und den USA befinden. Beispiele seien Böblingen (Mercedes), Ingolstadt (Audi), München (BMW, Siemens), Stockholm (Ericsson) und Tampere (Maschinenbau). Die zweite Gruppe umfasse internationale Finanz- und Geschäftszentren wie Genf, London, Paris und Wien. In die dritte Gruppe fielen Universitätsstädte wie Bonn, Cambridge, Karlsruhe, Lyon und Uppsala sowie Technologiezentren in Großstädten (zum Beispiel Silicon Allee in Berlin, Silicon Roundabout in London).

Gutes Markt-Timing: Attraktive Preise

Das Pricing vieler Gewerbeimmobilien ist aus Sicht von Schroder Property derzeit attraktiv. Die CBRE-Indizes basierend auf Marktwertberechnungen der Royal Institution of Chartered Surveyors zeigee, dass die Preise von Gewerbeimmobilien in Frankreich, Deutschland und Skandinavien durchschnittlich immer noch rund 15 Prozent unter den Höchstständen vor der Finanzkrise liegen.

Während die Renditen von Büroflächen in Toplagen im Londoner Westend, München, Paris und Stockholm seit 2009 demnach bereits erheblich auf vier bis 4,5 Prozent gefallen sind, liegen die Renditen vieler guter Investment Grade-Immobilien in Nordeuropa aktuell noch bei fünf bis 6,5 Prozent. “Unseres Erachtens sind die Preise dieser Core-Immobilien, nun da sich die Staatsschuldenkrise allmählich abschwächt, zunehmend attraktiv”, so Callenders Einschätzung.

Begrenzte Angebots-Pipeline

Fast alle Märkte befinden sich laut Analyse von Schroder Property aktuell an einem Tiefpunkt im Entwicklungszyklus. Historisch betrachtet war die Entwicklung stets von Stadt zu Stadt unterschiedlich und von lokalen Schwankungen der Mietnachfrage und Leerständen sowie der örtlichen Planungspolitik abhängig. Eine Folge der weltweiten Finanzkrise ist jedoch, so die Immobilien-Investmentmanager, dass die Banken Immobilienkredite nur noch sehr restriktiv vergeben, sodass die Neubauquote in ganz Europa erheblich eingebrochen ist.

Die Gesamtbürofläche in den Großstädten Kontinentaleuropas hat sich im Jahr 2012 nur um 0,8 Prozent erhöht, verglichen mit einem langfristigen Durchschnitt von 1,7 Prozent pro Jahr. Bei Einkaufszentren liegt der Anteil der Neubauprojekte inzwischen 50 Prozent unter dem Höchstwert aus dem Jahr 2008, so Daten von PMA. Laut Callendar scheint die Gefahr, dass die europäischen Immobilienmärkte in den kommenden Jahren von einem Überangebot an neuen Flächen überschwemmt werden somit gering. Dies werde die Mieten stützen.

Jetzt, so die Analyse, sei der richtige Zeitpunkt um in Immobilien in Nord- und Mitteleuropa zu investieren. Bestimmte Städte mit guten Wachstumschancen, wenig Leerstand und geringer Neubautätigkeit werden nach Meinung von Schroders entweder im Verlauf diesen Jahres oder in 2014 eine Erholung der Mietpreise verzeichnen. Außerdem sei der derzeitige Renditespread zwischen Core-Immobilien mit fünf bis 6,5 Prozent und zehnjährigen französischen und deutschen Staatsanleihen mit 2,25 Prozent beziehungsweise 1,75 Prozent attraktiv: “Auch wenn sich die Vergangenheit nie exakt wiederholt, zeigen IPD-Indizes von Schweden und Großbritannien, dass Investoren die nach der tiefen Rezession in 1990 in den Immobilienmarkt eingestiegen sind, sich in den folgenden fünf Jahren an hohen Gesamtrenditen erfreuen konnten”, so die Einschätzung der Immobilien-Investmentmanager. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Bafin: Mehr Beschwerden von Versicherungskunden

Tausende Versicherungskunden haben sich im vergangenen Jahr wieder bei der Finanzaufsicht Bafin beschwert. 7.985 Fälle bearbeitete die Behörde bis Ende 2016, wie eine Bafin-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das waren etwas mehr als im Vorjahr mit 7.843 Fällen.

mehr ...

Immobilien

BGH-Urteil: Altersvorsorge mit Eigenheim vor Elternunterhalt

Tilgungsleistungen für das Eigenheim können neben den Zinsen bis zur Höhe des Wohnvorteils vom Einkommen des Elternunterhaltspflichtigen abgezogen werden. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Börsenfusion zwischen London und Frankfurt offenbar geplatzt

Die geplante Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) ist anscheinend gescheitert. Die Aktie des Dax-Konzerns verliert im Montagshandel deutlich.

mehr ...

Berater

Bafin-Beraterregister: “Normalisierung des Beschwerdeaufkommens”

Im vergangenen Jahr wurden fast 5.200 Beschwerden von Bankkunden an das Mitarbeiter- und Beschwerderegisters der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) gemeldet. Damit sind rund 700 Bescherden weniger als im Vorjahr eingegangen.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

Lebensversicherungen von der Steuer absetzen: Was ist zu beachten?

Die Lebensversicherung zählt nach wie vor zu einer der beliebtesten Vorsorgeversicherungen in Deutschland. Sie zählt aus steuerlicher Sicht zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen und kann damit bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Gastbeitrag von Dr. Viktor Becher, Getsurance

mehr ...