5. Januar 2013, 09:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Jahresend-Hoch bei Immobilienklima und Immobilienkonjunktur

Die deutschen Immobilien-Experten waren zum Jahresende positiv gestimmt, so das Ergebnis der 60. Monatsbefragung des Deutsche-Hypo-Immobilienkonjunktur-Index. Die Indizes für Konjunktur und Immobilienklima haben demnach vor dem Jahreswechsel jeweils noch einmal zugelegt.

Andreas-Pohl-127x150 in Jahresend-Hoch bei Immobilienklima und Immobilienkonjunktur

Andreas Pohl, Deutsche Hypo

Laut der Deutschen Hypo wurde mit Ausnahme von 2009 das Immobilienklima von den befragten Experten zum Jahresausklang im Dezember stets negativer bewertet als noch im Monat zuvor. Entsprechend könne es als ein positives Signal aufgefasst werden, dass die Stimmung zum Jahresende 2012 deutlich angestiegen ist. Offenbar gingen die Panel-Teilnehmer davon aus, dass der Druck aus der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum derzeit unter Kontrolle gebracht wurde. Gemeinsam mit der Immobilienkonjunktur, die mit einem Jahreshöchstwert ebenfalls einen Endspurt eingelegt hat, dokumentiere der Stimmungsanstieg ein ansteigendes Vertrauen in die deutsche Immobilienwirtschaft, so die Deutsche Hypo. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob dieser Optimismus kurzfristiger Natur ist oder die Entwicklung wieder langfristig an positiver Dynamik gewinnt.

Immobilienklima steigt deutlich

Nachdem das Immobilienklima bereits im Vormonat einen leichten Zuwachs von 1,2 Prozent verzeichnen konnte, ist es zum Jahresende noch einmal um deutliche 4,2 Prozent auf aktuell 118,5 Zählerpunkte gestiegen. Damit hat es den Höchstwert der zweiten Jahreshälfte 2012 erreicht.

Wie schon im Vormonat hat die Zunahme auch im Dezember zu größeren Teilen aus der Steigerung des Ertragsklimas (plus 5,9 Prozent) resultiert. Das Investmentklima hat mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent jedoch auch eine positivere Entwicklung als im Vormonat gezeigt.

Immobilienklima-12-12 in Jahresend-Hoch bei Immobilienklima und Immobilienkonjunktur

Quelle: Bulwien Gesa

Positive Entwicklung in allen Segmenten

In allen Segmenten konnte ein positiver Jahresabschluss verzeichnet werden. Mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent ist das Büroklima überraschenderweise am stärksten gestiegen, wenngleich es mit aktuell 98,8 Zählerpunkten weiterhin unter der 100-Punkte-Marke verharrt.

Das Industrieklima hat mit einem Zuwachs von 4,8 Prozent die zweitstärkste Steigerung erreicht. Mit aktuell 106,3 Zählerpunkten befindet es sich somit wieder auf dem Niveau vom August 2012. Die Anstiege beim Handel- und Wohnsegment sind mit 2,4 und 2,7 Prozent im Vergleich am geringsten ausgefallen.

Das Wohnklima hat mit 170,4 Zählerpunkten im Dezember einen neuen Spitzenwert und das Handelsegment mit 116,4 Zählerpunkten zumindest den Höchstwert der zweiten Jahreshälfte 2012 erreicht.

Immobilienkonjunktur mit Jahreshöchstwert

Wie das Immobilienklima hat auch die Immobilienkonjunktur zulegen können. Die Zunahme ist mit 1,9 Prozent zwar etwas geringer ausgefallen als beim Klima. Mit aktuell 210,1 Zählerpunkten hat die Konjunktur aber den Jahreshöchstwert erreicht.

Immobilienkonjunktur-12-12 in Jahresend-Hoch bei Immobilienklima und Immobilienkonjunktur

Quelle: Bulwien Gesa

“Insbesondere die besinnlichen Feiertage rund um Weihnachten und Silvester erzeugen dabei eine positive Grundstimmung, die die Ereignisse des Jahres in warmes Kerzenlicht tauchen. Darüber hinaus wird nicht nur das zurückliegende Jahr betrachtet, sondern es wird auch darüber sinniert, was das neue Jahr 2013 bringen mag. Und hier sehen die Fundamentaldaten zunächst dürftig aus: Die Prognose des BIP-Wachstums wird immer weiter nach unten angepasst und die Staatsschuldenkrise prägt auch das Europa von 2013. Es wird also ein skeptisches Bild gezeichnet, zumindest auf den ersten Blick. Denn das geringe Projektentwicklungsvolumen kann gekoppelt mit den hohen Flächenumsätzen der letzten Jahre auch Chancen eröffnen, da Leerstand und somit Angebot an erstklassigen Flächen abgebaut worden ist. Zwar ist aktuell auch die Nachfrage etwas geringer, jedoch noch erfreulich stabil. Kombiniert mit einer positiven Stimmung kann 2013 somit zu einem erfolgreichen Jahr werden. Insbesondere bei Mut zum antizyklischen Handeln”, kommentiert Andreas Pohl, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo. (te)

Foto: Deutsche Hypo

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Karneval: HDI will für Unfallrisiken sensibilisieren

60 Prozent der Deutschen halten privaten Unfallschutz für wichtig, aber nur 24 Prozent haben tatsächlich eine Police abgeschlossen. Dies ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der HDI. Speziell für Karnevalisten bietet der Versicherer aktuell eine digitale Kurzzeitversicherung an, den sogenannten “Tolle-Tage-Schutz”. 

mehr ...

Immobilien

JLL: Hamburgs Büromarkt mit größtem Performance-Sprung

Der Victor Prime Office von Jones Lang LaSalle (JLL), der die Büro-Teilmärkte in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München analysiert, verzeichnete im vierten Quartal 2016 den stärksten Zuwachs in einem Quartal seit Aufzeichnung des Index Ende 2003.

mehr ...

Investmentfonds

Nebenwerte erhöhen die Rendite im Depot

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die großen Aktienindizes deutlich outperformen. Auch in der Zukunt dürfte diese Asset-Klasse attraktiv sein. Gastkommentar von Charles Anniss, Union Bancaire Privée

mehr ...

Berater

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Konsultation: „AIF-Geschäftsführung ist nicht qualifiziert“

Die BaFin hat die Frist für Stellungnahmen zu ihrem jüngsten Schreiben um zwei Wochen verlängert. Der Korrekturbedarf ist offenbar groß. Doch frühere Aussagen der Behörde lassen ahnen, wo ihre Grenzen liegen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

VDVM: Bafin schießt übers Ziel hinaus

Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kritisiert die Ausführungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zum BGH-Urteil zur Schadenregulierung. Der Verband will sich gegen eine “so pauschale und undifferenzierte Beschränkung des Berufsbildes des Versicherungsmaklers” wehren.

mehr ...