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1. Oktober 2013, 13:57
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Steigendes Transaktionsvolumen bei Wohnungsportfolios

Auch im dritten Quartal 2013 zeigt der Investmentmarkt für Wohnungsportfolios keine Anzeichen nachlassender Aktivität: In diesem Zeitraum wechselten insgesamt knapp 60 Wohnungsportfolios mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,9 Milliarden Euro den Eigentümer, berichtet Savills.

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Karsten Nemecek, Savills

Das Transaktionsvolumen der ersten drei Quartale summiert sich damit auf etwa 8,8 Milliarden Euro – ein Plus von 14 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.

„Weder die Unsicherheit hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen im Vorfeld der Bundestagswahlen, noch die Diskussionen um eine mögliche Zinswende hatten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien“, sagt Karsten Nemecek, Managing Director Corporate Finance – Valuation bei Savills.

Investoren weiterhin in Kauflaune

„Die Investoren sind auch weiterhin in Kauflaune“, ergänzt er mit Blick auf die kommenden Monate.

Nach wie vor sind es vor allem einheimische Akteure, die auf der Käuferseite agieren. Knapp drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens entfielen auf deutsche Käufer.

Einheimische Akteure dominieren

Das verbleibende Volumen entfällt nahezu vollständig auf europäische Käufer, wobei Investoren aus Österreich (sieben Prozent), Luxemburg (sechs Prozent) und der Schweiz (fünf Prozent) am aktivsten waren.

Auch auf der Verkäuferseite dominieren deutsche Investoren mit einem Anteil von 66 Prozent des Transaktionsvolumens.

Immobilien AGs größte Käufergruppe

Auf Rang zwei folgen US-amerikanische Akteure mit einem Anteil von 16 Prozent, die damit per Saldo etwa 0,9 Milliarden Euro desinvestiert haben.

Die Deutsche Wohnen war im bisherigen Jahresverlauf auch insgesamt einer der größten Einzelkäufer und steht damit stellvertretend für die Gruppe der Immobilien-AGs, die mit großem Abstand die aktivste Käufergruppe waren.

Insgesamt kauften sie Wohnungsportfolios für ca. 2,9 Mrd. Euro und investierten damit nahezu drei Mal so viel wie Versicherungen und Pensionskassen, die mit einem Ankaufvolumen von knapp 1,2 Mrd. Euro die zweitgrößte Käufergruppe bilden.

Ausblick

Da beide Investorengruppen weiterhin nach Kaufgelegenheiten suchen und die Fundamentaldaten nach wie vor für den deutschen Wohnungsmarkt sprechen, wird das Transaktionsvolumen wahrscheinlich auch mittelfristig auf hohem Niveau bleiben. „Wir rechnen mit einem starken Schlussquartal und einem Gesamtjahresumsatz von etwa zwölf Milliarden Euro“, so Matthias Pink, bei Savills verantwortlich für das Research in Deutschland.

„Das günstige Umfeld aus niedrigen Zinsen und Mietwachstum wird uns noch einige Jahre erhalten bleiben, so dass deutsche Wohnimmobilien in den Portfolios von Multi-Asset-Investoren weiterhin übergewichtet werden dürften“, vermutet Pink. (mh)

Foto: Shutterstock

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