6. März 2013, 13:04

Wachsende Zahl der Superreichen bevorzugt London und New York

Die Lieblingsdestinationen der Reichen zum Leben und Investieren sind London und New York. Städte Asiens holen indes auf. Das zeigt der Wealth Report 2013, der von Wealth X im Auftrag der Immobilienberater Knight Frank erhoben wird. Demnach ist die Zahl der sogenannten High-Net-Worth Individuals (HNWIs) 2012 weltweit um fünf Prozent gestiegen.

London-Rolls-Royce-Savoy-Superreich-254x300 in Wachsende Zahl der Superreichen bevorzugt London und New YorkLaut dem “Attitudes Survey” im Wealth Report – einer Befragung von 15.000 Kunden mit einem Gesamtvermögen von rund einer Billion US-Dollar durch ihre Berater – sind London und New York unverändert die beliebtesten beiden Standorte für Reiche. Das soll auch in zehn Jahren Gültigkeit behalten. Asiatische Städte werden, so die Prognose, dann im Städteranking allerdings nach oben gerückt sein.

Der steigende Einfluss Asiens bestätigt sich auch im ebenfalls im Wealth Report veröffentlichten “Prime International Residential Index” (PIRI), der Preisveränderungen an 80 wichtigen internationalen Standorten für Luxuswohnimmobilien erfasst. Demnach sind die Preise für Luxuswohnimmobilien durch eine wachsenden Mittelschicht in Indonesien 2012 in Jakarta (38 Prozent) und Bali (20 Prozent) am stärksten gestiegen. Auch die Preise im chinesischen Kanton und Schanghai haben demnach zweitstellig zugelegt, und in erster Linie chinesische Investments in Hongkong haben 2012 zu einem Preiszuwachs von 8,7 Prozent geführt. Und das, obwohl die Regierung Maßnahmen gegen eine Überhitzung der Immobilienmärkte ergriffen hatte.

Als HNWIs gelten Personen, die über ein Vermögen von mindestens 30 Millionen US-Dollar verfügen. Seit Anfang diesen Jahres zählen dem Wealth Report zufolge 8.700 Personen  mehr zu dieser Gruppe. Das Vermögen der HNWIs ist demnach im vergangenen Jahr um 566 Milliarden auf 26 Billionen US-Dollar angewachsen – das entspricht einem Plus von zwei Prozent.

Laut der Erhebung sollen in den nächsten zehn Jahren weitere 95.000 Personen die Marke von 30 Millionen US-Dollar knacken. Die Zahl der Reichen würde damit um weitere rund 50 Prozent steigen. Während demnach in Asien und Lateinamerika die Zahl der HNWIs am stärksten zulegen soll, wird die absolute Zahl 2022 unverändert in Nordamerika am höchsten sein.

“Die größte Konzentration von privatem Vermögen findet sich aktuell in den etablierten Zentren in Nordamerika und Europa“, kommentiert Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. Und weiter: “Asien, Latein-Amerika und der Nahe Osten holen indes beträchtlich auf. In den nächsten zehn Jahren wird die Zahl der Reichen in Städten wie Sao Paulo, Peking und Mumbai stark steigen.” (te)

Foto: shutterstock.com


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Immobilien


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien


Ab dem 19. Mai im Handel.

Rendite+ 2/2016 "Altersvorsorge"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds- und Indexpolicen – Dividendenfonds – Zinshäuser – Robo-Advisors


Ab dem 12. Mai im Handel.

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

“Garantie bei längeren Anlagehorizonten keine Notwendigkeit”

Rolf Schünemann, Vertriebsvorstand der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871), sprach mit Cash. über die Perspektiven des Marktes für Fondspolicen in Deutschand und erklärt, wie die hauseigene Expertenpolice die deutsche Sparermentalität berücksichtigt.

mehr ...

Immobilien

GdW: Wohnungsneubau muss weiter anziehen

Der Wohnungsverband GdW wertet den Anstieg bei den Baugenehmigungen positiv. Allerdings reiche der Zuwachs noch nicht aus, um den hohen Bedarf in den Ballungsräumen zu decken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Privatanleger missverstehen passive Investments

Was beschäftigt die Anleger, wie zufrieden sind sie, und welche Befürchtungen haben sie? Diesen und anderen Fragen geht Natixis Global Asset Management in seiner weltweiten Umfrage unter Privatanlegern für das Jahr 2016 nach.

mehr ...

Berater

Commerzbank will Synergien mit Online-Bank Comdirect ausloten

Die Commerzbank will die Stärken ihrer Online-Tochter Comdirect bei ihrem Konzernumbau künftig breiter nutzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity-Fonds investiert in Duisburg

Der Publity Performance Fonds Nr. 6 hat das 4.500 Quadratmeter große Büroobjekt “Haus der Wirtschaftsförderung” in Duisburg erworben. Das Multi-Tenant-Objekt wurde von Stararchitekt Sir Norman Foster entworfen.

mehr ...

Recht

S&K-Prozess: Erstes Geständnis

Im Prozess um millionenschwere Betrügereien des Immobilienunternehmens S&K hat einer der sechs Angeklagten ein Geständnis abgelegt. Der 50-jährige ehemalige Geschäftsführer einer Fondsgesellschaft von S&K erklärte vor dem Frankfurter Landgericht, dass er Ungereimtheiten bei den Fonds ignoriert habe, um sein Gehalt nicht zu gefährden.

mehr ...