16. September 2014, 12:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung: Standardrate so niedrig wie noch nie

Nach Angaben des Dienstleistungsunternehmens Dr. Klein, Lübeck, fiel der durchschnittliche Tilgungssatz für eine Baufinanzierung im Juli erneut leicht. Die durchschnittliche Standardrate sank auf ein Allzeit-Tief.

Baufinanzierung Shutterstock 134687783-Kopie in Baufinanzierung: Standardrate so niedrig wie noch nie

Im Juli setzten die Deutschen beim Bau wieder mehr Eigenkapital ein.

Laut Dr. Klein sank der Tilgungssatz nach dem Höchstwert von 2,46 Prozent im Mai 2014 im Juli auf 2,42 Prozent, liegt damit aber immer noch klar über dem Stand von vor einem Jahr.

Darlehenshöhe im Aufwärtstrend

Die Darlehenshöhe der Bundesbürger stieg im Juli deutlich auf 168.000 Euro (Vorjahr: 163.000 Euro), so Dr. Klein. Die durchschnittliche Standardrate sank im Juli laut Dr. Klein auf ein Allzeit-Tief von 545 Euro (Juni: 559 Euro).

Damit lag die Monatsrate für ein Standarddarlehen von 150.000 Euro, das mit einer zehnjährigen Sollzinsbindung ausgestattet ist und eine Beleihung von 80 Prozent bei einer Tilgung von zwei Prozent aufweist, laut der aktuellen Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung noch einmal deutlich unter dem bisherigen Tiefstwert von 555 Euro im Mai 2013.

Eigenkapitalanteil wächst

Der durchschnittliche Beleihungsauslauf sank nach Angaben von Dr. Klein im Juli 2014 nur leicht von 78,43 auf 78,39 Prozent.

Analog stieg der Eigenkapitalanteil minimal von 21,57 auf 21,61 Prozent. Die Vorjahreswerte hatten laut Unternehmensangaben auf Höhe des Vormonatswertes gelegen, also bei 78,43 beziehungsweise 21,57 Prozent.

Die durchschnittliche Sollzinsbindung betrug vor einem Jahr elf Jahre und neun Monate. 2014 steigerte sie sich von elf Jahren und fünf Monaten im Juni deutlich auf elf Jahre und zehn Monate im Juli.

Der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz stieg im Juli zum zweiten Mal in Folge deutlich an und lag mit 72,96 Prozent auch deutlich über dem Vorjahreswert von 71,00 Prozent.

Seite zwei: KfW-Darlehen stärker nachgefragt

1 Kommentar

  1. Ich verstehe nicht, warum Verbraucher in der jetzigen Niedrigzinsphase weniger tilgen. Das genaue Gegenteil wäre sinnvoll. Auch das KfW-Darlehen finde ich zurzeit sehr unattraktiv: zu teuer, zu unflexibel, mit unkalkulierbaren Risiken am Ende der viel zu kurzen Zinsbindung.

    Kommentar von Fehler bei der Baufinanzierung — 19. September 2014 @ 16:27

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...