Anzeige
Anzeige
11. April 2014, 08:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Problemimmobilien: Es ist nicht alles (Beton)-Gold, was glänzt

Der anhaltende Immobilienboom lässt mitunter fast vergessen, dass es auch viele Immobilien gibt, die mit Problemen behaftet sind. Doch da die hohe Nachfrage auf ein zu geringes Angebot trifft, kommt jetzt zunehmend auch “Schrott” auf den Markt.

Die Kiefer-Kolumne

Baurecht

“Egal ob Mietrecht, Baurecht oder Nachbarschaftsrecht – viele Objekte, und damit oft auch ihre Eigentümer, gehen durch langjährige Streitigkeiten zu Grunde.”

Viele Verkäufer wittern aktuell die Chance, ihr Sorgenkind loszuwerden. Kaufinteressenten, aber auch Makler, werden immer öfter mit Objekten konfrontiert, die Schwierigkeiten mit sich bringen. Hier ist in jedem Fall Vorsicht geboten.

Bauliche Probleme

Ein Großteil des Immobilienbestands in Deutschland ist in der Nachkriegszeit entstanden. Diese Gebäude entsprechen heute oftmals nicht mehr den aktuellen Nutzeranforderungen. In der Vergangenheit konnte man die Immobilien einfach renovieren, modernisieren und anschließend weiter nutzen. Aktuell ändert sich dies jedoch.

Denn um die steigenden Ansprüche der heutigen Mieter und Käufer auf Dauer zufriedenstellen zu können, müssen oft erhebliche Kosten aufgebracht werden. Grundsätzlich kann aus technischer Sicht praktisch jede Immobilie modernisiert werden.

Bei den explosionsartig gestiegenen Baukosten stellt sich aber immer häufiger die Frage der Wirtschaftlichkeit. Wer sich also mit einer Immobilie mit erheblichem Instandhaltungs- und Modernisierungsstau beschäftigt, sollte unbedingt vorab von einem Profi eine realistische Kostenermittlung vornehmen lassen. Denn Laien unterschätzen den notwendigen Aufwand meist und erleben am Ende nicht selten ein böses Erwachen.

Abriss als Alternative

Nüchtern betrachtet sind deshalb immer mehr Gebäude in Deutschland zum Abriss bestimmt. Die gestiegenen Anforderungen an die Gebäudequalität, insbesondere in Bezug auf die strengen Vorschriften bei der Energieeffizienz, aber auch bei Schall- und Brandschutz, machen eine Investition in den Altbau immer öfter unrentabel. Auch wenn viel Geld in ein altes Gebäudes gesteckt wird, bleibt es trotzdem ein altes Gebäude.

Daher sind in naher Zukunft viele Immobilien dem Abriss geweiht. Oftmals ergeben sich dadurch auch ganz andere Nutzungsperspektiven, da durch die Beseitigung des veralteten Baukörpers in der Regel Baulandreserven gehoben werden.

Wer ein solches Objekt ins Auge fasst, sollte das Baurecht vorab verbindlich klären und ein oder besser mehrere Angebote für den Abbruch und die Entsorgung einholen. Mit neuen Perspektiven kann sich ein solcher Kauf durchaus finanziell lohnen.

Altlasten

Wer eine Immobilie abreißen will und plant, das Grundstück neu zu bebauen, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Altlasten beschäftigen. Die Kommunen führen hierzu ein Altlastenverzeichnis, das vor dem Kauf eingesehen werden sollte. Leider sind diese Verzeichnisse nicht vollständig und verbindlich. Deshalb sollte man sich auch nach verdächtigen Vornutzungen wie etwa Tankstellen oder Industriebetrieben erkundigen.

Aber nicht nur Bodenverunreinigungen können teuer werden. In der Vergangenheit wurden oft gesundheitsgefährdende Baustoffe verwendet, die nicht nur die Bewohner krank machen, sondern auch bei Abbruch und Entsorgung zu massiven Problemen führen.

Seite zwei: Rechtliche Probleme

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. Um Nachbarschaftsstreitigkeiten zu vermeiden hilft ein Blick in das Nachbarrechtsgesetz, z.B. auf http://www.nachbarrecht.com/ denn es gibt nichts schlimmeres als einen Streit mit dem Nachbarn. Schließlich wohnt der immer noch neben einem auch wenn der Streit geschlichtet ist.

    Kommentar von Silke — 11. April 2014 @ 13:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Zahl der Unternehmenspleiten fällt deutlich

Die Pleitewelle des vergangenen Jahrzehnts ist abgeebbt. Dank der stabilen Binnenkonjunktur und günstiger Finanzierungen müssen deutlich weniger Unternehmen in die Insolvenz. Bei den Verbrauchern gibt es dagegen einen hartnäckigen Pleitensockel.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...