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5. März 2014, 13:49
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Dr. Klein: Immobilienkäufer bevorzugen hohe Tilgung

Laut dem Finanzdienstleister Dr. Klein legen Käufer bei der Finanzierung einer Wohnimmobilie nach wie vor Wert auf hohe Tilgungsraten. Das geht aus dem aktuellen Trendindikator “Baufinanzierung” hervor.

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Laut dem Immobiliendienstleister Dr. Klein stieg der durchschnittliche Tilgungssatz im Januar 2014 an.

Nach Angaben des Finanzdienstleisters Dr. Klein wuchs der durchschnittliche Tilgungssatz im Januar von 2,33 Prozent auf 2,39 Prozent. Damit nähert sich die  Tilgungsrate ihrem Höchstwert von 2,44 Prozent, der im Juni des vergangenen Jahres erreicht wurde. Anfang 2013 betrug der Tilgungssatz im Schnitt 2,26 Prozent.

Die durchschnittliche monatliche Tilgungsraterate für ein Darlehen in Höhe von 150.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, 80-prozentiger Beleihung und einer Tilgung von zwei Prozent liegt laut Dr. Klein im Januar 2014 bei 606 Euro. Damit sei die Monatsrate stabil im Vergleich zum Vormonat (608 Euro) und 23 Euro höher als im Vorjahresmonat. Aus Sicht des Unternehmens nutzen Darlehensnehmer das niedrige Zinsniveau, um ihre Restschuld durch die höhere Tilgung schneller zu reduzieren.

Eigenkapitalanteil nimmt leicht zu

Dass Käufer auf Sicherheit setzen, zeigt sich auch in der Entwicklung des Eigenkapitalanteils, so Dr. Klein. Dieser stieg von 22,07 Prozent auf 22,42 Prozent. Entsprechend geht der durchschnittliche Fremdkapitalanteil von 77,93 Prozent auf 77,58 Prozent zurück. Vor einem Jahr wurde laut dem Finanzdienstleister für eine Baufinanzierung im Durchschnitt 78,95 Prozent Fremdkapital aufgenommen.

Darlehenshöhe sinkt auf Niveau des Jahres 2013

Mit dem stärkeren Einsatz von Eigenkapital hängt auch der Rückgang der durchschnittlichen Darlehenshöhe zusammen. Der aktuelle Trendindikator zeigt, dass die von 164.000 Euro auf 156.000 Euro fällt und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegt (155.000 Euro).

Sollzinsbindung und Annuitätendarlehen leicht im Abwärtstrend

Zum Jahresbeginn geht die durchschnittliche Sollzinsbindung laut Dr. Klein leicht von elf Jahren und fünf Monaten auf elf Jahre und zwei Monate zurück.

Unter den Darlehensarten liegt der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz mit 69,24 Prozent leicht unter dem Vormonatswert von 70,25 Prozent, aber über dem Vorjahreswert von 68,27 Prozent. Der Anteil von Darlehen mit variablem Zinssatz sinkt von 2,84 Prozent auf 2,64 Prozent. Die Erwartung, dass die Baufinanzierungszinsen weiterhin niedrig bleiben oder sogar sinken, scheint zu schwinden. “Anschlussfinanzierer möchten sich im Januar das attraktive Zinsniveau für die Zukunft sichern”, kommentiert Dr. Klein.

KfW-Darlehen stärker im Fokus der Käufer

Ein Aufwärtstrend zeichne sich auch bei den KfW-Darlehen ab. Ihr Anteil sei von 13,22 Prozent auf 13,33 Prozent gestiegen. Dies hängt laut Dr. Klein mit der saisonal anziehenden Neubautätigkeit und steigenden Modernisierungsmaßnahmen in den nächsten Monaten zusammen.

Der Trendindikator “Baufinanzierung” wird monatlich aus Daten der Plattform Europace errechnet, so Dr. Klein. Die Zahlen basieren auf über 20.000 Transaktionen mit einem jährlichen Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro. (st)

Foto: Shutterstock

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