Anzeige
12. Juni 2014, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Maklerstudie: Soziale Brennpunkte schrecken Käufer häufiger ab als Leerstände

Eine aktuelle Studie des Nürnberger Portals Immowelt zeigt, dass soziale Probleme in der Nachbarschaft Immobilienkäufer eher abschrecken als Leerstände. Dies gilt insbesondere für Kleinstädte.

Vertragsabschluss Shutterstock 136826309-Kopie in Maklerstudie: Soziale Brennpunkte schrecken Käufer häufiger ab als Leerstände

Immobilienmaklern fällt die Vermittlung von Wohnraum in Gebieten mit sozialen Brennpunkten nach eigenen Einschätzung schwer.

Nach Angaben von Immowelt glauben 86 Prozent der befragten Makler, dass ein schwieriges soziales Umfeld für potenzielle Käufer ein Grund ist, sich gegen eine Immobilie zu entscheiden. Als genauso abschreckend wird Immowelt zufolge nur starker Lärm und Gestank rund um das neue Zuhause eingeschätzt. Kaufinteressenten arrangieren sich demnach eher mit Leerstand, enger Bebauung oder schlechter Infrastruktur.

Nach Ansicht der Makler haben auch eine schlecht ausgebaute Infrastruktur (72 Prozent) und eine dicht bebaute Wohnumgebung (70 Prozent) negativen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Interessenten.

Deutlich gelassener seien potentielle Käufer gegenüber Leerstand: Nur knapp jeder zweite Makler (49 Prozent) sagt, dass Kaufinteressenten leerstehende Wohnungen in der Nachbarschaft als problematisch empfinden.

Unterschiede zwischen Klein- und Großstadt

Makler, die in Kleinstädten arbeiten, berichten häufiger als ihre Großstadtkollegen, dass ihre Kunden Bedenken gegenüber sozialen Gegensätzen im Wohnumfeld haben: 96 Prozent der Makler glauben, dass Interessenten sich bei ihrer Kaufentscheidung von den schwierigen Verhältnissen in der Nachbarschaft abschrecken lassen.

Ein Grund für diese Einschätzung könnte sein, dass soziale Brennpunkte in Kleinstädten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern oft stärker hervorstechen als in Großstädten.

Von den Maklern, die in Großstädten tätig sind, glauben 84 Prozent, dass Kaufinteressenten gegenüber einer Wohnung oder einem Haus in einem schwierigen sozialen Umfeld Vorbehalte haben. Großstädter sind in der Regel häufiger mit sozialen Problemen im Wohnumfeld konfrontiert. Zudem ist die Anzahl an alternativen Angeboten oft geringer als in Kleinstädten. (st)

Foto: Shutterstock.com

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...