17. Juli 2014, 11:15

Startup aus Berlin gründet Immobilienplattform

Während die Immobilienpreise in Deutschland weiter steigen, entwickelt ein junges Berliner Startup namens Group Estate eine Lösung, mit der den Preissteigerungen entgegengewirkt werden soll: Immobilien gemeinsam kaufen. Durch den neuen Ansatz wird der Kaufpreis einer Immobilie auf alle Käufer einer Gruppe verteilt.

Domain Shutterstock Gro 170986349-Kopie in Startup aus Berlin gründet Immobilienplattform

Die neue Online-Plattform Group Estate wurde speziell für Käufergruppen konzipiert.

Steigende Immobilienpreise Jahr für Jahr und kein Ende ist in Sicht. Der Traum vom Eigenheim bleibt für viele Menschen unerreichbar. Die im Juli 2014 gegründete Plattform Group Estate bietet eine Alternative, mit der sich der Wunsch nach den eigenen vier Wänden möglicherweise dennoch realisieren lässt.

Geteilte Kosten

Potenzielle Immobilienkäufer können Freunde und Familienmitglieder über die neue Online-Plattform auffordern, einer privaten Gruppe zum gemeinschaftlichen Immobilienkauf beizutreten.

Jedes Gruppenmitglied gibt an, wie hoch sein finanzieller Beitrag sein kann. Die Summe der gesamten Beiträge bestimmt, was für eine Immobilie sich die Gruppe leisten kann.

Über eine Suchfunktion können bei Immobilienscout24 veröffentlichte Kaufobjekte ausgewählt und der Gruppe zugänglich gemacht werden.

Anschließend kann die Gruppe Angebote von Banken abrufen, um das Projekt zu finanzieren. So soll der Erwerb von Immobilien vielen Kaufinteressenten zugänglich gemacht werden.

Angebote für Eigennutzer und Kapitalanleger

Die Gruppe kann aus Mitgliedern bestehen, die in der gekauften Immobilie selbst wohnen wollen, aber auch aus Personen, die ein Objekt als Kapitalanlage erwerben. Jedes Mitglied besitzt einen Anteil an der Immobilie und profitiert von deren Wertsteigerung.

Vertrag regelt Rechte und Pflichten

Der wichtigste Bestandteil der Plattform Group Estate ist laut Unternehmensangaben ein Standardvertrag, der die Rechte und Pflichten der Mitglieder einer Kaufgruppe klar erläutert, um Missverständnisse von Beginn an zu vermeiden.

Positive Reaktionen

Die Reaktionen auf die Geschäftsidee ist laut Group Estate positiv.

“Es gibt schon eine große Anzahl von Gruppen aus Freunden oder Familienmitgliedern, die zusammen Immobiliengüter erwerben wollen, aber mit ihrem Vorhaben an der Organisation des Kaufprozesses oder der juristischen Absicherung scheitern. Wir möchten diesen Prozess vereinfachen, transparenter machen und weiter verbreiten. Unsere Tools und Informationen werden es jedem ermöglichen eine Eigentümergemeinschaft zu gründen”, erklärt Joel Dullroy, Gründer von Group Estate.

Partnerschaften mit Banken

Miteigentum für Gruppen ist in Australien und Neuseeland ein etabliertes Konzept, für das Banken auch spezielle Kredite anbieten, so Dullroy weiter. Deshalb habe Group Estate Partnerschaften mit deutschen Banken abgeschlossen, um sicher zu stellen, dass den Kunden passende Finanzierungen angeboten werden. Bei der Suche nach Partnern erhielten die Gründer von Group Estate viel Unterstützung.

Immobilienscout24 unterstützt Startups

Das Team ist seit Mai 2014 im dreimonatigen Programm von “You is now Berlin” integriert. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Plattform Immobilienscout24, die Jungunternehmen bei der Platzierung ihrer Geschäftsidee unterstützt.

Das Programm umfasst laut Immobilienscout24 sowohl finanzielle Mittel als auch die Hilfestellung von Mentoren. (st)

Foto: Shutterstock.com


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Immobilien


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ab dem 16. Juni im Handel.

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Vertrauensbildung für die Rente auf dem Smartphone

In der Altersvorsorge brauchen wir rasch eine unabhängige Datenplattform – das Thema wird in der Rentendiskussion zu wenig beachtet.

Die Weirich-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Aktion “Perspektive Finanzberatung”

Swiss Life Select und Cash. bieten am 29. Juni eine exklusive Telefonaktion, mit der sich Interessierte über die Möglichkeiten einer Karriere im Finanzvertrieb aus erster Hand informieren können. Den Rahmen für diese Aktion bildet die Berichterstattung zum Thema “Innovatives Recruiting in der Finanzdienstleistungsbranche” in Ausgabe Cash. 7/2016, die aktuell im Handel ist.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit – das Warten beginnt erneut

Es sieht so aus, als wenn die Brexit-Befürworter genauso überrascht vom Ausgang des EU-Referendums gewesen sind wie die Finanzmärkte. Auch der Initiator des Referendums, Premier Cameron, scheint nicht weiter zu wissen.

Gastkommentar von Karsten Junius, Safra Sarasin.

mehr ...

Berater

AfW: Rentenpflicht für Poolmakler ist Unsinn

Selbstständige Makler, die an einen Maklerpool angebunden sind, unterliegen der Rentenversicherungspflicht. Kann das sein? Dies entschied jedenfalls das Bayerische Landessozialgericht (LSG Bayern) in einem aktuellen – nicht rechtskräftigen – Urteil. Ein Kommentar von Rechtsanwalt Norman Wirth, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Geschäftsführender Vorstand des AfW.

mehr ...

Sachwertanlagen

EEG-Reform: “Auf die Marktakteure wird viel Bürokratie zukommen”

Cash. sprach mit Karsten Reetz, geschäftsführender Gesellschafter der Reconcept Gruppe, über die Folgen der EEG-Novelle.

mehr ...

Recht

BVG billigt EZB-Krisenkurs unter Auflagen

Mitten in der Eurokrise beruhigte die EZB mit einem weitreichenden Versprechen die Märkte. Nach jahrelangem Streit billigt Karlsruhe den riskanten Alleingang der Notenbank – aber nicht bedingungslos.

mehr ...