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24. November 2014, 10:30
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Ruhestandsplanung: Best Ager brauchen Lebens- statt Finanzberatung

Aus mehreren Studien zu dem Vorsorgeverhalten der “Best Ager”, der Zielgruppe der über 55-jährigen, geht hervor, dass es einem neuen Verständnis der Ruhestandsplanung bedarf. So sollten Versicherer bei der Produktentwicklung einen extensiven Altersvorsorgebegriff unterlegen und die Chance einer strategischen Neuausrichtung nutzen.

Die Weirich-Kolumne

Ruhestandsplanung

“Selbstgenutzte Immobilien könnten künftig stärker in die Absicherung des Lebensunterhalts im Alter eingebunden werden. In anderen Ländern wurden mit der Umkehrhypothek gute Erfahrungen gemacht.”

Wie es bei den Best Agern, der Zielgruppe der über 55-jährigen aussieht, wollte das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) jetzt in einer großangelegten Untersuchung vom Kölner Rheingold-Institut wissen.

Die Wissenschaftler aus der Domstadt unterschieden dabei sechs verschiedene Typen, den “Planwirtschaftler”, den “Vertager”, “Blender”, “Options-Optimisten”, “Renovierer” und “Neustarter”.

Eine sich der Studie anschließende repräsentative Erhebung ergab, dass ein Drittel der Befragten zu den “Planwirtschaftlern” gehört. Eine Klientel, die ihr Vermögen kaum anrührt, Geldangelegenheiten gerne auf die lange Bank schiebt , Produkte mit langer Laufzeit wählt und eine besondere Neigung zum Aussitzen hat.

Typologie der Vorsorge

Zusammen mit den “Vertagern”, die etwa ein Viertel ausmachen und dadurch gekennzeichnet sind, dass sie sich hinter Sicherheiten verschanzen und von ständiger Verlustangst geplagt sind, verfügen sie über eine absolute Mehrheit.

Besonders Frauen neigen einem solchen Verhalten zu. Etwa jeder Zehnte ist in der Gruppe der “Options-Optimisten” und “Blender”. Der Zuversichtliche verteilt sein Vermögen bewusst auf verschiedene Säulen mit unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten auf, ist zumeist männlich, setzt auch und gerade auf Aktien, erzielt damit höhere Renditen und sieht relativ sorgenfrei in die Zukunft.

Der “Blender” steht für ein aufwändiges Leben, ist oft bis ins hohe Alter berufstätig, zumindest in Teilzeit, führt sein Besitztum gerne vor und hat oft ein beachtliches Vermögen in Sachwerten, vor allem in Immobilien.

Seite zwei: Nur ein Drittel mit Testament

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