Anzeige
Anzeige
17. November 2014, 09:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilienmarkt: Berlin ist Spitzenreiter

Der Berliner Wohnimmobilienmarkt verzeichnet die höchste Nachfrage unter den deutschen Metropolen, so der “Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015” von Engel & Völkers. Im Bereich der Eigentumswohnungen verdrängte er München auf Platz zwei.

Engel & Völkers Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015

Nicht nur viele Bundesbürger, sondern auch ausländische Käufer erwerben Eigentumswohnungen und Häuser in der deutschen Hauptstadt.

Mit einem Umsatz von 4,332 Milliarden Euro in 2013 hat Berlin im Segment der Eigentumswohnungen die bayerische Metropole München von der Spitzenposition verdrängt, teilt Engel & Völkers (E&V) mit.

Darüber hinaus habe die Bundeshauptstadt im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser den größten Umsatzanstieg unter den Top-10-Städten Deutschlands verbucht. So legte laut Gutachterausschuss das Transaktionsvolumen um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,159 Milliarden Euro zu und lag damit erstmals über der Milliardenmarke.

“Dieser Umsatzanstieg lässt sich einerseits durch eine gestiegene Anzahl an verkauften Wohnungen und Häusern erklären. Andererseits zahlten Käufer im Jahr 2013 im Durchschnitt mehr für ihre Immobilie als 2012”, erläutert Sebastian Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Berlin-Mitte.

Preisuntergrenzen ziehen an

So habe E&V in einigen Lagen und Segmenten im ersten Halbjahr 2014 wie bereits im Jahr zuvor einen Anstieg der Preisuntergrenzen beobachtet. Der Preisanstieg sei nicht ausschließlich auf Luxusimmobilien beschränkt – auch in einfachen und mittleren Lagen seien ebenfalls Steigerungen erkennbar.

Prestigeobjekte würden jedoch weiterhin begehrt bleiben und in der Spitze bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter erzielen. Für Villen mit Seeblick wurden im ersten Halbjahr 2014 laut E&V in Toplagen wie Zehlendorf Höchstpreise von bis zu 4,5 Millionen Euro aufgerufen.

Stadtwohnung im Zentrum und Villa im Grünen beliebt

Die 1a-Lagen befinden sich nach Angaben von E&V unverändert im historischen Zentrum von Berlin rund um den Gendarmenmarkt, den Hackeschen Markt und den Prachtboulevard “Unter den Linden”. Dort zählten hochwertig sanierte Altbauwohnungen und luxuriöse Neubau-Penthäuser mit gehobener Ausstattung zu den gesuchten Objekten.

Ebenfalls stark nachgefragt sind die Stadtteile Prenzlauer Berg, Schöneberg, Kreuzberg, Charlottenburg und Wilmersdorf. Auch ruhige Lagen im Grünen wie Spandau oder Frohnau sowie die Köpenicker Wasserlagen und das Villengebiet Friedrichshagen erfreuen sich großer Beliebtheit. “Familien schätzen hier die hohe Lebensqualität sowie die gute Infrastruktur und Anbindung”, sagt Oliver Giersch, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Berlin-Köpenick.

Nachfrage von ausländischen Käufern bleibt hoch

Angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums, der hohen Nachfrage und des weiterhin niedrigen Zinsniveaus geht Engel & Völkers davon aus, dass die Preise für Eigentumswohnungen in Berlin auch 2015 in allen Lagen und Segmenten weiter steigen. Auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie im Mietsegment zeige in einigen Lagen die Preiskurve nach oben.

“Die Kauf- und Mietpreise ziehen nicht mehr so rasant an wie in den vergangenen Jahren, wir gehen jedoch weiterhin von moderatem Wachstum aus”, so Fischer. Besonders bei internationalen Käufern werde Berlin weiterhin ein beliebter Investitionsstandort bleiben, da die Miet- und Kaufpreise im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten wie Paris oder London moderat erschienen. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Bausparen – zurück zu den Wurzeln

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat unlängst entschieden, dass die Kündigung alter Bausparverträge mit hohen Zinsen rechtens ist. Vor diesem Hintergrund wird das Bausparen seinem ursprünglichen Ziel wieder gerechter. Für Bausparer ist das eine gute Nachricht.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Postbank meldet starken Gewinneinbruch

Die anhaltenden Niedrigzinsen halten die Postbank unter Druck. Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern um gut zehn Prozent auf 468 Millionen Euro teilte, die Deutsche-Bank-Tochter in Bonn mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...