Anzeige
10. April 2014, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinsbindung: Risikoaverse Käufer setzen auf lange Laufzeit

Durch die nach wie vor niedrigen Hypothekenzinsen sind Baudarlehen erschwinglich wie selten zuvor. Allerdings stellt sich Immobilienkäufern und denjenigen, die eine Anschlussfinanzierung benötigen, die Frage, welche Zinsbindung sie wählen sollten.

Zinsbindung

Stephan Gawarecki, Dr. Klein: “Aktuell ist eine längere Zinsbindung zu empfehlen.”

Die Bundesbürger zeigen sich bei der Zinsbindung zunehmend sicherheitsorientiert und tendieren dazu, das niedrige Niveau möglichst langfristig festzuschreiben.

“Auf kurze Zinsbindungen von bis zu fünf Jahren entfallen nur rund sechs Prozent der Abschlüsse. Rund drei Viertel unserer Kunden entscheiden sich für eine zehnjährige Zinsbindung. Ungefähr 20 Prozent wählen langfristige Festschreibungen von 15 Jahren oder mehr”, sagt Isold Heemstra, Bereichsleiter Vertrieb Immobilienfinanzierung bei Ing-Diba, Frankfurt.

Trend geht hin zu längeren Zinsbindungen

“Der Trend geht erkennbar hin zu längeren Zinsbindungen. Während früher die zehnjährige Laufzeit dominierte, sind es heute oft 15 oder gar 20 Jahre”, berichtet Eva Grunwald, Leiterin Baufinanzierung bei der Deutschen Bank. “Viele unserer Kunden wollen sich die niedrigen Zinsen langfristig sichern. Wichtig ist immer, dass der Kredit zum Bedarf des Kunden passt. Wir merken, dass die Beratung verstärkt gesucht wird und die Bedeutung eines individuellen und tragfähigen Finanzierungskonzeptes zugenommen hat.” Allerdings sind Darlehen mit längerer Laufzeit mit einem Zinsaufschlag verbunden.

“Der Vorteil ist: Kunden haben für den Zeitraum von 15 oder 20 Jahren absolute Planungssicherheit. Die monatliche Rate bleibt für den vereinbarten Zinsbindungszeitraum immer gleich”, erläutert Marcus Rex, Vorstand der BS Baugeld Spezialisten AG, München.

Zinsbindung von mehr als zehn Jahren

Dr. Klein empfiehlt Darlehensnehmern eine Zinsbindung von mehr als zehn Jahren. “Im Idealfall sollten sie den Kredit mit einer Zinsbindung von 15 bis 20 Jahren oder länger abschließen. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnittszins sind die Baufinanzierungszinsen heute nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. In zehn Jahren werden sie wahrscheinlich höher sein als derzeit, die Restschuld eines Darlehens muss dann zu einem höheren Zinssatz als Anschlussfinanzierung abgeschlossen werden”, führt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, aus.

Daher sollten Immobilienkäufer abwägen, welchen Einsatz ihnen der Sicherheitsaspekt wert ist. Zudem bieten auch langlaufende Darlehen eine Ausstiegsmöglichkeit: Der Kunde hat nach zehn Jahren grundsätzlich ein gesetzliches Kündigungsrecht und hat so die Möglichkeit umzuschulden, falls der aktuelle Marktzins zu diesem Zeitpunkt niedriger liegt als sein Darlehenszins.

Seite zwei: Fünfjährige Zinsfestschreibung nur für bestimmte Zielgruppen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Gerüchteküche um Generali brodelt

Um den italienischen Versicherer Generali ranken sich neue Übernahmegerüchte. Die italienische Tageszeitung “La Repubblica” berichtete am Dienstag, die Bank Intesa Sanpaolo erwäge ein Übernahmeangebot für Generali. Die Aktien des Versicherers trieb das in die Höhe.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Danske-Invest sieht Osteuropa-Aktien positiv

Im Jahr 2016 entwickelten sich die osteuropäischen Aktienmärkte keinesfalls einheitlich. Insgesamt ist die Bewertung immer noch noch attraktiv.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI baut Geschäftsfeld Projektentwicklung aus

Die ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe hat 2016 im Geschäftsfeld Projektentwicklung/Bauträger etwa 460 Wohneinheiten für insgesamt rund 90 Millionen Euro verkauft (Vorjahr 80 Millionen Euro) und die Projektpipeline um ein Drittel ausgebaut.

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...