Anzeige
5. Oktober 2015, 08:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Finanzierung nicht unnötig hinauszögern”

Über die Konsequenzen des Anstiegs der Baufinanzierungszinsen sprach Cash. mit Horst Kesselkaul, Vorstand der Finmap AG und Geschäftsführer des Baufinanzierungsvermittlers Creditweb.

Horst-KesselkauFinmap in Finanzierung nicht unnötig hinauszögern

“Eine Baufinanzierung ist sehr individuell und abhängig von der persönlichen Situation des Käufers sowie seinen Zielen und Wünschen.”

Cash.: Nachdem die Baufinanzierungszinsen immer neue Tiefstände erreicht hatten, wurden seit April deutliche Anstiege verzeichnet. Ist dies eine Zinswende?

Kesselkaul: Grundsätzlich sehe ich keine Anzeichen für eine nachhaltige Zinswende, auch wenn die absoluten Tiefststände sicher hinter uns liegen. Wir bei Creditweb erwarten deshalb auch keine signifikanten Zinserhöhungen. Dennoch rate ich in der aktuellen Situation, die Entscheidung für eine Baufinanzierung nicht unnötig hinauszögern.

Sollten sich potenzielle Immobilienkäufer nun möglichst schnell zum Kauf der eigenen vier Wände entscheiden?

Die Baufinanzierungskonditionen sind ja nur ein Kriterium für eine Kaufentscheidung. Interessenten sollten nicht unter Zeitdruck eine Immobilie erwerben, sondern sich die notwendige Zeit nehmen für ihre Entscheidung. Steht die Entscheidung allerdings fest, sollten sie mit der Finanzierung nicht warten.

Ist es angesichts tendenziell steigender Zinsen sinnvoll, eine möglichst lange Zinsbindung zu wählen?

Eine Baufinanzierung ist sehr individuell und abhängig von der persönlichen Situation des Käufers sowie seinen Zielen und Wünschen. Deshalb ist eine unabhängige Beratung so wichtig. Eine pauschale Aussage ist hier wirklich schwierig. Bei einem Kunden bietet sich eine lange Laufzeit an, beim anderen eventuell ein Laufzeitsplit – also eine Aufteilung der Darlehen in verschiedene Laufzeiten – ein Dritter legt Wert auf Sondertilgungen. Hier gibt es kein pauschales Richtig oder Falsch, auf die richtige Beratung kommt es an. Das zeigt die langjährige Erfahrung der Creditweb-Experten in allen unseren Niederlassungen in Deutschland.

Wird die hohe Immobiliennachfrage hierzulande auch bei möglichen weiteren Zinsanstiegen anhalten?

Wir haben in Deutschland einen großen Nachholbedarf, was den Immobilienbesitz anbetrifft. Das sogenannte Betongold als attraktive Altersversorgung rückt immer weiter in den Fokus. Insofern gehen wir bei Creditweb weiterhin von einer stabilen Nachfrage aus, die allerdings regional sehr unterschiedlich ist und sein wird. In einigen ländlichen Regionen ist selbst in dieser Boom-Phase keine steigende Nachfrage zu verspüren. In den Metropolregionen allerdings wird die Nachfrage sicherlich nachhaltig sein.

Interview: Barbara Kösling

Foto: Finmap AG

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Die besten Rechtsschutzanbieter

Das Hannoveraner Analysehaus Franke und Bornberg hat zum ersten Mal private Rechtschutzversicherungen getestet – mit einem erfreulichen Ergebnis: Rund 30 Prozent der analysierten 141 Tarife wurden mit der Höchstnote ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Universal platziert faktorbasierten Aktienfonds

Die Fondsgesellschaft Universal Investment hat zusammen mit Velten Asset Management einen neuen faktorbasierten Fonds für deutsche Aktien aufgelegt.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für HEH Palma

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den „Flugzeugfonds 19 – HEH Palma“ des HEH Hamburger Emissionshaus mit insgesamt 84 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...