Anzeige
Anzeige
17. März 2015, 08:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

LBS Hessen-Thüringen kündigt weitere hoch verzinste Bausparverträge

Die Landesbausparkasse (LBS) Hessen-Thüringen hat in einer zweiten Welle erneut Tausenden Bausparern hoch verzinste Altverträge gekündigt.

Bausparen Shutterstock 181786298-Kopie in LBS Hessen-Thüringen kündigt weitere hoch verzinste Bausparverträge

Weil die Sparzinsen im Keller sind, lassen viele Bausparer ihre oft relativ hoch verzinsten Altverträge weiterlaufen.

Im Februar habe es eine Kündigungsaktion von übersparten Bausparverträgen gegeben, also von Kontrakten, bei denen die Bausparsumme schon zu mindestens 100 Prozent angespart war.

Dabei seien etwa 2200 Verträge zum 31. Mai 2015 gekündigt worden, teilte eine LBS-Sprecherin auf Anfrage mit.

4500 Bausparverträge gekündigt

Zum gleichen Datum hatte die LBS bereits etwa 4500 Bausparverträge gekündigt, die nach Angaben des Anbieters seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif waren, bei denen Kunden aber kein Darlehen beantragten. Bis Ende Februar gingen bei der LBS wegen dieser Kündigungen 637 Beschwerden ein, Klagen lägen nicht vor.

In der Kanzlei Nieding + Barth indes ist nach Angaben der Frankfurter Anlegeranwälte eine niedrige zweistellige Anzahl an Klagen in Vorbereitung.

“Kündigungen sind unwirksam”

“Die erklärten Kündigungen sind unwirksam”, erklärt Rechtsanwalt Marvin Müller-Blom. “Weder steht der Bausparkasse unseres Erachtens ein solches Kündigungsrecht zu noch kann ein solches aus einer Störung der Geschäftsgrundlage hergeleitet werden.”

Weil die Sparzinsen im Keller sind, lassen viele Bausparer ihre oft relativ hoch verzinsten Altverträge weiterlaufen. Bausparkassen müssen daher etlichen Kunden noch vergleichsweise hohe Zinsen zahlen, erwirtschaften selbst aktuell aber kaum noch Rendite mit dem Geld. Dadurch sinkt ihr Gewinn.

Die LBS Hessen-Thüringen argumentiert wie andere Bausparkassen, es sei nicht Vertragszweck, Anlegern per Bausparvertrag zeitlich unbegrenzt eine festverzinsliche Kapitalanlage zu ermöglichen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Modis Politik birgt Chancen für indische Aktien

Der Aktienmarkt Indiens hatte Ende 2016 mit zwei Herausforderungen zu kämpfen. Die Bargeldreform der Regierung und die protektionistischen Töne aus Washington sorgten für Unruhe unter den Anlegern an den indischen Märkten. 

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...