Anzeige
Anzeige
1. Juni 2015, 08:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Denkmalimmobilien: So lohnt sich der Kauf

Alte Militäranlagen und barocke Stadtschlösser: Bewohner von Denkmalimmobilien können in alten Zeiten schwelgen. Damit sich ein Kauf langfristig lohnt, müssen einige Bedingungen erfüllt sein.

Potsdam Sans Souci Shutterstock 108835934-Kopie-2 in Denkmalimmobilien: So lohnt sich der Kauf

Potsdam: Die Residenzstadt beherbergt viele Denkmalimmobilien.

Investoren, die auf Denkmalimmobilien setzen, dürfen sich freuen: Die Assetklasse wird vom Staat steuerlich gefördert. Kapitalanleger können acht Jahre lang je neun Prozent und weitere vier Jahre je sieben Prozent der sanierungsbedingten Kosten von der Steuer absetzen. Eigennutzer dürfen über zehn Jahre hinweg neun Prozent pro Jahr abschreiben.

Wichtige Kaufkriterien: Lage und Qualität der Sanierung

Für die Mieterendite sind allerdings längst nicht nur die Steuervorteile, sondern auch der Preis und die Qualität der Sanierung ausschlaggebend. Denn was nützt die Steuerersparnis, wenn eine Immobilie zu teuer erworben wird?

“Früher ließen sich Projektentwickler diesen Vorteil teuer bezahlen. Immobilien im Denkmalschutz wurden häufig mit sehr hohen Aufschlägen gegenüber vergleichbar großen Neubauwohnungen angeboten, weil viele Interessenten sich durch die Steuerersparnis dazu verleiten ließen, überhöhte Preise zu zahlen”, sagt Thomas Scherer, Gesellschafter des Projektentwicklers Denkmalneu, Forchheim.

“Für die Erwerber kam es deshalb häufig zu einem bösen Erwachen, wenn sie die Wohnung später wieder veräußern wollten. Weil der neue Eigentümer nicht mehr in den Genuss der Sonderabschreibung kam, waren die Immobilien nicht mehr wert als herkömmliche Bestandsobjekte.” Der hohe Preis machte den Steuervorteil des Erstkäufers zunichte.

Steuervorteile für Investoren

Scherer rät Anlegern, darauf zu achten, dass die Nettoanfangsrendite einer sanierten Wohnung ohne Berücksichtigung der Steuervorteile nicht niedriger als drei Prozent ist. “Und der Preis pro Quadratmeter sollte nicht höher sein als bei einem vergleichbaren Neubau in der betreffenden Lage. Wenn Steuervorteile dazukommen, umso besser für den Anleger. Aber die Immobilie sollte sich auch ohne Steuervorteile rechnen”, sagt Scherer.

Neben dem Preis sollten Anleger auch darauf achten, dass ihre Immobilie hochwertig saniert wird. “Die Qualität der Modernisierung ist entscheidend. Es gibt kaum etwas, das fachlich anspruchsvoller ist als die aufwendige Sanierung oder Modernisierung eines Altbaus”, erklärt Scherer. Die Qualität der Sanierung ist für den Laien aber am Ende nicht erkennbar. Wenn angefaulte Deckenbalken nicht entfernt wurden, dann ist das nicht sichtbar, aber die Folgen werden gravierend sein.

Seite zwei: Sanierung dokumentieren

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

GDV: Eiopa sollte IDD-Entwurf überarbeiten

Der Umsetzungsvorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) würde nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein faktisches Provisionsverbot hinauslaufen. Der Verband fordert daher eine Überarbeitung.

mehr ...

Immobilien

Wunschbüro der Zukunft überraschend konservativ

Wie stellen sich die Generationen X und Y das Büro der Zukunft vor? Unter dem Titel „Office of the future?“ untersuchten Savills und die Unternehmensberatung Consulting cum laude die Vorstellungen vom Büro der Zukunft.

mehr ...

Investmentfonds

Europäischer Aktienmarkt unterschätzt heimische Konjunktur

Bei vielen Investoren hat die europäische Konjunktur derzeit einen schlechten Ruf. Allerdings ist die Ausgangssitution für einige Experten positiver als angemommen.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...