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13. Mai 2015, 09:30
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Hoher Aufklärungsbedarf bei Energieausweisen

Wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet werden soll, muss ein Energieausweis vorliegen. Zum 1. Mai 2015 wurde die Regelung verschärft: Liegt das Dokument jetzt noch nicht vor, droht Vermietern und Verkäufern ein Bußgeld. Das Berliner Forschungsinstitut Empirica hat untersucht, wie viele Eigentümer derzeit bereits einen Energieausweis vorlegen können.

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Wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet werden soll, muss ein Energieausweis mit einer Effizienzklasse vorliegen.

Seit Mai 2014 müssen neu ausgestellte Energieausweise eine Effizienzklasse ausweisen. Die Skala reicht von “A+” (“energetisch sehr gut”) bis “H” (“energetisch sehr schlecht”). Das gilt auch für Immobilienanzeigen: Kennzahlen zum Energieverbrauch des Gebäudes sind dort Pflicht.

Bußgeld von bis zu 15.000 Euro

Neu ab dem 1. Mai 2015 ist: Vermieter und Verkäufer, die sich nicht daran halten, handeln ordnungswidrig. Sie müssen mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro rechnen. Rechtsgrundlage ist die Novelle der Energieeinsparverordnung vom Mai 2014.

Das Forschungsinstitut Empirica hat anlässlich der Verschärfung der Verordnung untersucht, ob Vermieter und Verkäufer in Inseraten gesetzeskonforme Angaben zum Energieverbrauch ihrer Immobilie machen. Dazu haben die Forscher Immobilienangebote ausgewertet, die im ersten Quartal 2015 erschienen sind.

Das Fazit: für 56 Prozent aller Angebote liegt noch kein Energieausweis vor.

Schlusslichter Rheinland‐Pfalz und Saarland

In 44 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands liegt laut Empirica der Anteil an angebotenen Mietwohnungen ohne Energieausweis sogar über 80 Prozent. Auffällig häufig vertreten seien dabei Kreise in Rheinland‐Pfalz und dem Saarland.

Die Spitzenreiter seien der Landkreis Vulkaneifel und der Eifelkreis Bitburg‐Prüm mit über 91 Prozent, gefolgt vom Kreis Merzig‐Wadern mit knapp über 90 Prozent.

Die wenigsten Verstöße finden sich nach Angaben von Empirica in den ostdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten. In Gera haben demnach nur 28 Prozent aller Mietangebote keinen Energieausweis.

Fehlanzeige vor allem bei privaten Anbietern

Die Quoten scheinen auf den ersten Blick zu überraschen ‐ auf den zweiten Blick wird eine deutliche Beziehung zur Anbieterstruktur deutlich: Im Osten ist der Mietmarkt laut Empirica durch gewerbliche Vermieter geprägt, in Rheinland‐Pfalz eher durch Privatvermieter. Doch auch diese haben einen Energieausweis vorzulegen.

Unter den gewerblichen Anbietern liegt die Quote fehlender Energieausweise laut den Untersuchungsergebnissen von Empirica bei rund 40 Prozent, unter den Privatanbietern hingegen bei knapp 90 Prozent. Hier scheint noch viel Aufklärungsarbeit nötig zu sein. (st)

Foto: Shutterstock.com

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