Anzeige
30. Juni 2015, 16:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienblase: Stabilitätswächter wollen Vorsorge

Zur Vermeidung von Preisblasen auf dem deutschen Immobilienmarkt in Folge der Niedrigzinsen sollte die Finanzaufsicht mit zusätzlichen Eingriffsrechten ausgestattet werden. Das hat der Ausschuss für Finanzstabilität am Dienstag in Berlin gefordert.

Immobilienblase in Immobilienblase: Stabilitätswächter wollen Vorsorge

Eine übermäßige Verschuldung und Preisblasen am Immobilienmarkt sollen vermieden werden.

Auf diese Weise solle eine kreditgetriebene Überhitzung am Immobilienmarkt in Deutschland verhindert werden.

Mindestanforderungen für Kreditfinanzierung von Wohnimmobilien

Aus Sicht der Stabilitätswächter sollte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Mindestanforderungen für die Kreditfinanzierung von Wohnimmobilien einführen können. Das betreffe etwa die Höhe des Mindest-Eigenkapitals oder eine Mindesttilgung.

Auf diese Weise könnten eine übermäßige Verschuldung und Preisblasen am Immobilienmarkt begrenzt werden. Betont wird zugleich, dass Empfehlung zur Schaffung solcher Instrumente nur vorsorglich sei: “Ein konkreter Anwendungsbedarf wird derzeit nicht gesehen”, heißt es in einem Bericht an den Bundestag. Dem Gremium gehören die Spitzen des Finanzministeriums, der Bundesbank sowie der Bafin an. Ziel ist, früher und schlagkräftiger auf Fehlentwicklungen zu reagieren.

“Risiken für die Finanzstabilität”

Der 2013 gestartete Ausschuss hat den Angaben zufolge vor allem die Auswirkungen der niedrigen Zinsen auf den Wohnimmobilienmarkt, die Kreditinstitute und Lebensversicherer erörtert. “Die Ergebnisse der Analysen und Stresstests legen nahe, dass die makroökonomischen Risiken weiterhin aufmerksam beobachtet werden sollten”, heißt es.

Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch erklärte: “Die niedrigen Zinsen bergen weiterhin Risiken für die Finanzstabilität.” Hinzu kämen Risiken aus dem europäischen und internationalen Umfeld. “Die deutschen Banken und Versicherer sollten daher ausreichend Kapital aufbauen und gegebenenfalls Gewinne einbehalten, um auch gegen makroökonomische Risiken gewappnet zu sein.”

Bafin-Chef Felix Hufeld betonte mit Blick auf eine erweiteren Eingriffsrechte, es gehe zunächst einmal darum, neue Instrumente überhaupt zu schaffen: “Wir müssen vorbereitet und handlungsfähig sein, wenn es darauf ankommt, wenn also Risiken akut werden. Noch sind wir allerdings nicht im Handlungsmodus.”

Auch Finanzstaatssekretär Thomas Steffen stellte klar, es gehe darum, bei möglichen Risiken handeln zu können: “Deshalb haben wir heute beschlossen, den Werkzeugkasten für die Aufsicht zu ergänzen.” Im Ausschuss für Finanzstabilität sitzen die öffentlichen Institutionen, die sich mit der Überwachung des Finanzsystems auf nationaler Ebene befassen, wie die Bundesbank und die Bafin.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

DVAG: “Niemand wird zum Abschluss einer Lebensversicherung gezwungen”

“Lebensversicherung ist so ungerecht wie nie”, schreibt die Zeitung “Die Welt” in ihrer heutigen Ausgabe. Auf dem Unternehmensblog des Allfinanzvertriebs Deutsche Vermögensberatung (DVAG) nimmt Vorstandsmitglied Dr. Helge Lach zum Artikel Stellung.

mehr ...

Immobilien

Jones Lang LaSalle übernimmt Zabel Property

Jones Lang LaSalle (JLL) übernimmt die Zabel Property AG mit Unternehmenssitz in Berlin. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

mehr ...

Investmentfonds

Wissenvorsprung durch detaillierte Analyse

In der deutschen Fondslandschaft ist mit dem Unternehmen Discover Capital ein neuer erfolgreicher Player aus Augsburg auf dem Markt aktiv.

mehr ...

Berater

VSAV mit mehr als 1.000 Mitgliedern

Wie die Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern e.V. (VSAV) mitteilt, hat sie mit augenblicklich 1.002 aktiven Mitgliedern, den Sprung über die 1.000er Marke geschafft. Insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Vermittlerzahlen sei die wachsende Mitgliederzahl positiv zu werten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Paribus startet ersten Immobilien-Publikums-AIF

Die Paribus-Gruppe aus Hamburg hat ein Bürogebäude in Berlin-Charlottenburg für ihren ersten geschlossenen Immobilien-Publikumsfonds nach KAGB erworben. Der Vertrieb des alternativen Investmentfonds (AIF) wurde bereits gestartet.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Ab welchem Zeitpunkt gilt ein Beamter als berufsunfähig?

Wird ein Beamter wegen Dienstunfähigkeit “mit Ablauf” eines Monats in den Ruhestand versetzt, dann tritt der Versicherungsfall am letzten Tag dieses Monats ein. Damit ist der Versicherer leistungspflichtig, auch wenn die Versicherungsdauer am selben Tag endet.

mehr ...