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1. September 2015, 09:02
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Immobiliendarlehen: Potenzial nicht verschenken

Nach Aussage von Interhyp nutzen viele Darlehensnehmer die Vorteile ihres Baufinanzierungsvertrags zu wenig. Bei guter Planung ließen sich ansehnliche Beträge sparen.

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Wenn Immobilienkäufer Optionen wie Sondertilgungen nutzen, schaffen sie sich finanzielle Vorteile.

Viele Immobilienbesitzer verschenken das Potenzial, das in ihren Darlehensverträgen schlummert, weil sie die Einzelheiten ihrer Finanzierung nicht ausreichend kennen, so der Baufinanzierungsvermittler Interhyp.

„Beim Abschluss des Darlehens beschäftigen sich Häuslebauer intensiv mit ihrer Finanzierung. Sobald aber die Unterschrift gesetzt ist, verschwindet der Vertrag allzu oft in der Schublade und bleibt dort bis zur Anschlussfinanzierung“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, München.

Ein Blick in die Vertragsunterlagen lohne jedoch, denn mit drei Tipps könnten Darlehensnehmer mehr aus ihrem bestehenden Immobilienkredit herausholen und damit sparen.

Tipp 1: Größere Summen außerplanmäßig tilgen

Ob Gehaltsbonus, außerplanmäßige Einkünfte oder gar ein Erbe: Laut Interhyp haben rund zwei Drittel aller Darlehensnehmer die Möglichkeit zur Sondertilgung bei ihrer Immobilienfinanzierung vereinbart.

Viele Banken bieten Sondertilgungsoptionen oft in Höhe zwischen fünf und zehn Prozent der Nettodarlehenssumme jährlich an. Bei einigen Darlehensgebern ist die Summe der Extratilgung auf einen Höchstbetrag, beispielsweise 10.000 Euro pro Jahr, festgelegt.

Das Einbringen einer Sondertilgung ist am effektivsten, wenn sie zum Jahresbeginn getätigt wird. Dadurch wird die Darlehenssumme gleich früh verringert, was sich positiv auf die Verzinsung der gesamten Restschuld auswirkt und so bares Geld spart.

Tipp 2: Die Tilgungshöhe anpassen

Einige Geldinstitute bieten einen kostenlosen, teils auch zweifachen Tilgungssatzwechsel an. Dadurch haben Darlehensnehmer auch während der Vertragslaufzeit die Möglichkeit, die Finanzierung an eine veränderte Einkommenssituation anzupassen.

Sollte für die monatliche Rate mehr Geld zur Verfügung stehen, kann die Tilgung angehoben und so die gesamte Kreditrückführung beschleunigt werden. Eine niedrigere Restschuld wirkt sich positiv auf den Beleihungsauslauf aus und kann den Ausschlag für eine Top-Kondition bei der Anschlussfinanzierung ausmachen.

Tipp 3: Den Anschlusskredit mit Vorlauf planen und vergleichen

Wer einen genauen Überblick über die Dauer der aktuellen Zinsfestschreibung behält, kann mit genügend Vorlauf die Anschlussfinanzierung planen und sich mehrere Angebote einholen.

Das Ende der Erstfinanzierung ist nicht nur der ideale Zeitpunkt, um sich die günstigen Zinsen zu sichern, sondern auch um die gesamte Finanzierungsstruktur auf den Prüfstand zu stellen und an die aktuelle Lebenssituation anzupassen.

Verschiedene Darlehensgeber bieten eine kostenfreie zwölfmonatige bereitstellungszinsfreie Zeit, sodass der Anschlusskredit bereits ein Jahr vor Ende der Zinsbindung festgemacht werden kann.

Wer die aktuell niedrigen Zinsen für einen längeren Zeitraum im Voraus fixieren möchte, kann ein Forward-Darlehen in Erwägung ziehen. Für bis zu 66 Monate im Voraus lassen sich so die aktuellen Konditionen gegen einen monatlichen Forward-Aufschlag von, je nach Darlehensgeber, bis zu 0,02 Prozentpunkten vereinbaren.

Foto: Shutterstock

 

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