Anzeige
2. November 2015, 10:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mieterbund warnt vor Risiken durch “Immobilien-Krimi”

Vor dem Hintergrund der möglichen Fusion der Wohnungsgesellschaften Vonovia und Deutsche Wohnen hat der Deutsche Mieterbund vor zunehmenden Unsicherheiten für Mieter gewarnt.

Ropertz Deutscher-Mieterbund in Mieterbund warnt vor Risiken durch Immobilien-Krimi

Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds, sieht die mögliche Fusion der Wohnungsgesellschaften Vonovia und Deutsche Wohnen kritisch.

“Börsennotierte Unternehmen sehen die Wohnungen als Objekt um Rendite zu erzielen. Das birgt auch Risiken für die Mieter”, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz, der Deutschen Presse-Agentur. Marktführer Vonovia will seinen größten Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen.

Niedrige Mieten könnten erhöht werden

Betroffen sein könnten vor allem Mieter eher günstiger Wohnungen. “Niedrigpreisige Mieten wecken natürlich gewisse Fantasien”, sagte Ropertz. Wenn jemand ein Objekt in München kaufe, müsse er “nicht zwingend” die Vorstellung haben, die Mieten zu verdoppeln. Bei Immobilien mit Mietpreisen im Bereich von fünf Euro je Quadratmeter könne ein Erwerber jedoch die Vorstellung haben, dass “das nicht das letzte Wort” sei.

Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia will am kommenden Dienstag (3.11.) zunächst seine Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorlegen. Knapp vier Wochen später sollen die Aktionäre des Unternehmens dann mit der Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung den Weg frei machen für eine Offerte zur Übernahme der Deutschen Wohnen.

Das zweitgrößte deutsche Immobilienunternehmen, das nach der Ankündigung von Vonovia den zunächst geplanten Zusammenschluss mit der LEG wieder abgeblasen hatte, wehrt sich derzeit jedoch noch vehement gegen die Übernahmepläne.

“Ich fand es schon überraschend, dass die Deutsche Wohnen und die LEG zusammengehen wollen. Dass dann Vonovia da rein grätscht, das klingt irgendwie wie ein Krimi”, sagte Ropertz. Wenn es Vonovia schließlich gelingen sollte, die Deutsche Wohnen zu übernehmen, könnte der größte deutsche Immobilienkonzern seine Führungsposition mit einem Bestand von bundesweit dann rund 510.000 Wohnungen deutlich ausbauen. “Dann ist das wie Bayern München gegen den Rest”, sagte der Mieterschützer in Anspielung auf die dominierende Rolle des Rekordmeisters in der Fußball-Bundesliga.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Deutscher Mieterbund

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...