Anzeige
Anzeige
5. Juni 2015, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Alternativen suchen”

Die Mietpreisbremse wurde am 1. Juni in Berlin eingeführt. Weitere Bundesländer folgen. Cash. sprach mit Immobilienmanager und Buchautor Thomas Knedel über die Auswirkungen und die Möglichkeiten für Vermieter von Wohnimmobilien, trotz der Deckelung auskömmliche Mietrenditen zu erzielen.

Thomas-knedel in Alternativen suchen

“Private Vermieter sollten genau abwägen, welche Maßnahmen geeignet sind, um eine angemessene Mietrendite zu erzielen und bei der Umsetzung fachliche und juristische Beratung in Anspruch nehmen.”

Cash.: Das Gesetz zur Mietpreisbremse wurde im März vom Bundestag verabschiedet, die Bundesländer sollen die Regelung möglichst bis zum Sommer umsetzen. Welche Folgen hat dies für den Markt?

Knedel: Die Mietpreisbremse schafft eine große Verunsicherung. Zum jetzigen Zeitpunkt steht vielfach noch gar nicht fest, welche Gebiete betroffen sein werden. Eine zweite Frage ist, ob es dort aussagekräftige Mietspiegel gibt. Viele private Vermieter werden sich nun fragen, wie sie ihre Mietverträge gestalten können und ob sie sich im Rahmen der Regeln bewegen.

Reicht der von der Mietpreisbremse vorgegebene Rahmen nicht aus für angemessene Mieteinnahmen?

Die Bundesregierung hat festgelegt, dass das Mietniveau einer Wohnung in betroffenen Gebieten künftig maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Das Problem ist, dass die Mietspiegel vieler Städte und Kommunen oft mit veralteten Daten arbeiten und nicht das tatsächliche Niveau abbilden. Nicht selten liegen ihre Angaben um 15 bis 25 Prozent unter der tatsächlichen Marktmiete. Viele Vermieter in betroffenen Gebieten werden Probleme haben, auskömmliche Mieteinnahmen zu erzielen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Einnahmen zu erhöhen.

Welche sind das?

Vermieter könnten beispielsweise mit ihren Mietern einen Indexmietvertrag abschließen. Dabei wird ausgehend von einer Basismiete vereinbart, dass sich die Miete regelmäßig mit der Entwicklung des Lebenshaltungskostenindexes des Statistischen Bundesamtes ändert. Dabei muss nur die Ausgangsmiete den Kriterien der Mietpreisbremse entsprechen. Für Staffelmietverträge gilt diese Regelung dagegen nicht: Dort muss sich jeder Erhöhungsschritt im Rahmen des Mietdeckels bewegen.

Wie gestaltet sich die Situation, wenn der Vermieter die Wohnung modernisiert?

Wenn Modernisierungskosten für die Immobilie anfallen, kann der Vermieter diese in gewissem Rahmen auf die Mieter umlegen. Die Erhöhung der Jahresmiete ist allerdings begrenzt auf elf Prozent der reinen Modernisierungsaufwendungen. Für eine solche Umlage muss der Vermieter schriftlich eine genau erläuterte Berechnung vorlegen, wie sich die Mieterhöhung zusammensetzt. Allerdings ist eine Kombination von Modernisierungserhöhungen mit einem Indexmietvertrag nicht möglich.

Seite zwei: “Vermieter können Zusatzeinnahmen generieren, die nicht unter die Mietpreisbremse fallen”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...