Anzeige
2. Oktober 2015, 15:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

S&K-Verteidiger verlangt Ablösung der Staatsanwälte

Im Prozess um millionenschweren Kapitalanlagebetrug bei der Immobilienfirma S&K hat einer der Verteidiger die Ablösung der drei Staatsanwälte gefordert.

S&K-Prozess: Verteidiger verlangt Ablösung der Staatsanwälte

Einer der Verteidiger im Prozess um millionenschweren Kapitalanlagebetrug bei der Immobilienfirma S&K hat die Ablösung der drei Staatsanwälte gefordert.

Rechtsanwalt Ulrich Endres sagte am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt, die Behördenleitung solle die drei Sitzungsvertreter “durch rechtstreue Kollegen” ersetzen. Hintergrund ist ein am vierten Verhandlungstag ausgetragener Streit zwischen den Verteidigern der sechs Angeklagten und der Staatsanwaltschaft, in welchem Umfang der rund 1770 Seiten starke Anklagesatz verlesen werden soll.

Während die Anklagevertreter den von ihnen ursprünglich bei Gericht eingereichten Text verlesen wollen, bestanden die Verteidiger darauf, dass nur der vom Gericht ausdrücklich zugelassene Text verlesen werde. Die 28. Strafkammer hatte einige Textpassagen gekürzt, um die gesetzlich vorgeschriebene “Informationsfunktion” einer Anklageschrift nicht zu gefährden.

Verteidiger werfen Anklagevertreter “nicht gesetzmäßiges Verhalten” vor

Die Staatsanwaltschaft legte gegen diese Kürzung jedoch Beschwerde ein, über die das Oberlandesgericht Frankfurt bislang noch nicht entschieden hat. Mehrere Verteidiger bezichtigten die Anklagevertreter eines “nicht gesetzesmäßigen Verhaltens”.

Die Staatsanwälte verbaten sich diese Vorhalte. Die Anklageschrift sei vom Gericht nur “marginal” verändert worden, “am äußeren Lebenssachverhalt änderte sich nichts”, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Hohmann.

Angeklagt sind unter anderem die beiden 34 und 36 Jahre alten Gründer des S&K-Unternehmens. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen von einem Schaden in Höhe von rund 240 Millionen Euro aus.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Pimco setzt verstärkt auf ESG

Der Investmentmanager Pimco hat auf globaler Ebene eine spezielle Plattform für Assets im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG) gestartet. 

mehr ...

Berater

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...