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11. Juni 2015, 09:00
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Verstaatlichte Immobilienbank HRE soll an die Börse

Börsengang statt Verkauf: Der Bund will sich mit Hilfe des Aktienmarktes von der einst mit Steuermilliarden geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) wieder trennen.

Boersenhandel-750 in Verstaatlichte Immobilienbank HRE soll an die Börse

Die verstaatlichte Hypo Real Estate soll aufs Börsenparkett.

Die staatlichen Eigentümer erhoffen sich mit dem Schritt angesichts der aktuell guten Stimmung an den Börsen höhere Einnahmen, als sie bei einem Verkauf der Bank an einen Investor zu erzielen wären. Gelingt das, schließt der Bund ein weiteres Kapitel der HRE-Geschichte ab.

Reif für die Börse

Das seit Februar laufende Bieterverfahren werde ausgesetzt, der Schritt auf das Parkett solle im Juli erfolgen, teilte die Bank nach der Hauptversammlung am Mittwoch in München mit. Kern der einst im Dax notierten HRE ist inzwischen die Deutsche Pfandbriefbank (PBB). Sie macht das eigentliche Geschäft, ist damit inzwischen wieder erfolgreich und verdient Geld. Die PBB sei “in jeder Hinsicht reif für einen Börsengang”, sagte Aufsichtsratschef Günter Bräunig.

“Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken sind wir überzeugt, dass ein Börsengang der PBB im Vergleich zu einem Verkauf im Bieterverfahren das bessere Ergebnis für den Steuerzahler bringen wird. Deshalb unterstützen wir den Börsengang ausdrücklich”, sagte Jutta Dönges, Mitglied im Leitungsauschuss der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, die über die Bankenrettungsfonds wacht.

Mindestens 75,1 Prozent der Anteile will der Bund nun loswerden, hat sich aber verpflichtet, für zwei Jahre mit 20 Prozent beteiligt zu bleiben. Ganz los ist der Staat die HRE damit frühestens 2017. Die teuren Altlasten der HRE lagern ohnehin woanders.

Auf der Suche nach Käufern

Die Trennung von der Immobilienbank ist eine Auflage der EU-Kommission, die der Bund im Gegenzug für die milliardenschwere Rettung und Verstaatlichung der HRE in der weltweiten Finanzkrise erfüllen muss. Der Börsengang war dabei stets eine Möglichkeit, auch wenn seit Jahresbeginn auch nach einem Käufer gesucht wurde.

Über mögliche Erlöse schweigen sich Bund und Bank bisher aus. In Berichten wurde häufiger eine Preisspanne von 1,2 bis 1,8 Milliarden Euro genannt, die ein Käufer auf den Tisch legen sollte. Was die HRE sich für Einnahmen aus dem Börsengang erhofft, ist noch unbekannt.

Seite zwei: Finanzkrise traf HRE hart

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