17. Februar 2015, 13:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkredite: VZBV fordert Provisionsverbot

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) setzt sich für die Abschaffung von Provisionszahlungen in der Immobilienkreditvermittlung ein. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme hervor. Zudem sollen Kreditvermittler demnach von der Bafin beaufsichtigt werden.

VZBV fordert Provisionsverbot für Immobilienkreditvermittler

Die Verbraucherschützer fordern, dass Provisionen in der Immobilienkreditvermittlung abgeschafft werden.

Das VZBV hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie veröffentlicht, den das Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im Dezember vorgelegt hatte.

VZBV für allgemeines Provisionsverbot

Am Referentenentwurf ist nach Ansicht des VZBV zu bemängeln, dass die Aufsicht über die Kreditvermittler dezentral bleibe und ein Provisionsverbot nicht allgemein vorgesehen werde, obwohl die Richtlinie den Mitgliedstaaten dieses nahelege und die Problematik fehlerhafter Vertriebsanreize ein zentrales Anliegen der Richtlinie sei.

Nach Auffassung des VZBV kann eine Beratung, bei der Provisionen und andere Anreize von Kreditgebern eine Rolle spielen, sich nicht nur auf den Kreditnehmer einstellen. Denn der Berater müsse auch seine Finanzierung im Auge behalten, weswegen ein “systemimmanenter Konflikt” bestehe.

Vermittler-Aufsicht durch Bafin

Hinsichtlich der Aufsicht über die Kreditvermittlung besteht aus Sicht des VZBV demnach Anpassungsbedarf. So geben die Richtlinie gibt vor, dass die zuständigen Behörden für die Kreditaufsicht nun auch für die Durchsetzung der Vorgaben über die Kreditvermittlung zuständig seien.

Dies müsse entweder unmittelbar über jene Behörden geschehen, die heute mit der Europäischen Bankenaufsicht EBA zusammenwirken – dies sei in Deutschland die Bafin – oder aber über Behörden, die wiederum mit der Bafin zusammenwirken, so der VZBV. Es sei bedenklich, die Aufsicht über die Kreditvermittlung weiter dezentral zu organisieren, wenn nicht mindestens eine aktive übergeordnete Aufsicht über die Bafin geregelt werde.

Da Vermittler demnach nicht nur lokal auftreten, sei es wichtig, dass eine durchsetzungsstarke Aufsichtsbehörde die Tätigkeit von Vermittlern auch über die lokalen Zuständigkeiten hinaus überwache. Die aktuell vorhandenen dezentralen Aufsichtsstrukturen über die Industrie- und Handelskammern und Gewerbeämter können eine solche Aufsicht nach Ansicht des VZBV nicht sicherstellen.

Die gesamte Stellungnahme des VZBV kann auf dessen Internetseite heruntergeladen werden. (jb)

Foto: Shutterstock 

1 Kommentar

  1. Ich fordere ein Verbot der VZBV

    Kommentar von Jan Lanc — 18. Februar 2015 @ 23:34

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Techniker: Mit Migräne-App gegen Kopfschmerzen

Migräne-Apps können die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten wirksam unterstützen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin mitteilte, können solche Apps grundsätzlich zu einem besseren Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen verhelfen.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Wohnen AG: Dynamisches Wachstum

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen AG konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr deutlich steigern. Das Unternehmen platzierte eine Kapitalerhöhung und plant weitere Zukäufe.

mehr ...

Investmentfonds

Höhere Kursschwankungen eröffnen Chancen

Auf der ganzen Welt bestimmen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Nachrichtensendungen. Dennoch geht die Volatilität gemessen an den entsprechenden Kennzahlen zurück. Gastkommentar von George Efstathopoulos, Fidelity International

mehr ...

Berater

Arbeiten mit Leads: So gelingt die Kundengewinnung

Die Neukunden von morgen sind im Internet unterwegs. Um sie dort zu erreichen, fehlen den meisten Beratern Zeit und Know-how. Hier kann der Zukauf von Leads eine Lösung sein. Damit aus Leads tatsächlich Neukunden werden, gilt es jedoch, einiges zu beachten. Gastbeitrag von Sabine Koch, finanzen.de

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium plant weitere Wechselkoffer-Direktinvestments

Der Hamburger Anbieter Solvium Capital kündigt an, die Angebote „Wechselkoffer Euro Select 1 & 2“ zum 20. März 2017 zu schließen und konzipiert zurzeit Nachfolgeprodukte nach gleichem Modell, die voraussichtlich im Mai in den Vertrieb gehen sollen.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Haftpflichtversicherer versus Rententräger

Kommt es bei einem Haftpflichtschadensfall zu Renteneinbußen und ist der Versicherte durch Zahlungen des Versicherers an den Rententräger wirtschaftlich so gestellt, als sei der Unfall nicht geschehen, kann ein ersatzpflichtiger Rentenkürzungsschaden bejaht werden, so der BGH.

mehr ...