Anzeige
23. Juli 2015, 07:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wählerfang mit “Heuschreckensteuer”

Um Spekulanten abzuschrecken, wollen Bremer Politiker eine sogenannte “Heuschreckensteuer” einführen. Es handelt sich im Prinzip um eine erhöhte Grunderwerbsteuer für große Wohnanlagen. Die Idee sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, aber Grund zur Panik besteht nicht.

Gastbeitrag von Frank Wojtalewicz, d.i.i. Deutsche Invest Immobilien

Frank Wojtalewicz D I I Deutsche Invest Immobilien-Kopie in Wählerfang mit Heuschreckensteuer

“Es handelt sich um populistische Beschlüsse eines Landesparteitages und um Absichtserklärungen in einer Koalitionsvereinbarung, die so einfach nicht umzusetzen sind.”

Die Bremer Sozialdemokraten und Grünen haben beschlossen, die Einführung einer sogenannten “Heuschreckensteuer” zu prüfen. Diese soll zwischen neun und 19 Prozent liegen und für Käufer gelten, die größere Wohnanlagen erwerben. Diskutiert wird, dass sie dann gelten soll, wenn eine Person oder ein Unternehmen im Jahr eine bestimmte Anzahl von Wohneinheiten erwirbt. Diskutiert wurde über eine Mindestgrenze von 50 oder 100 Wohnungen.

Immobilienerwerb über Share Deals

Zugleich soll die Möglichkeit beschnitten werden, Immobilien stattdessen über sogenannte Share Deals zu erwerben. In diesen Fällen werden nicht die Grundstücke, sondern Anteile von Grundstücksgesellschaften übertragen. Bei einer steuerlich korrekten Durchführung kann hier die Grunderwerbsteuer gespart werden.

Da die geplante “Heuschreckensteuer” nichts bewirken würde, wenn diese Gestaltungsmöglichkeit nicht ebenfalls beschnitten wird, fordern die Bremer Sozialdemokraten und Grünen, konsequenterweise für solche Käufe Share Deals zu verbieten.

Seite zwei: Kein Grund zur Panik

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...