Anzeige
18. September 2015, 10:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Industrie fordert großes Bauprogramm

Zunehmend teures Wohnen in Ballungsgebieten und ein nicht endender Flüchtlingsstrom: In Deutschland fehlen laut der Bauindustrie hunderttausende bezahlbare Wohnungen.

Bau Shutterstock 287863418-Kopie-2 in Industrie fordert großes Bauprogramm

In Deutschland müssen in den kommenden Jahren viele neue Wohnungen gebaut werden.

“Wir brauchen ein massives Programm im sozialen Wohnungsbau, ansonsten ist dieses Thema nicht lösbar”, sagte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Thomas Bauer, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Zahl der Single-Haushalte wächst

Deutschland benötigte auch ohne Flüchtlinge ein solches Programm wegen der unterschiedlichen Einkommensschichten der Bevölkerung. Hinzu käme die demographische Entwicklung. So gebe es etwa immer mehr Single-Haushalte. Insgesamt müssten deshalb in den nächsten Jahren jährlich 300.000 neue Wohnungen gebaut werden, vor allem für Familien und Singles mit geringen Einkommen in Ballungsgebieten, rechnete Bauer vor.

Ein großer Teil davon sei auch Ersatzbau, da Wohnungen aufgrund des Alters und schlechten Zustands abgerissen werden müssten.

800.000 Flüchtlinge in 2015

Bei diesen Berechnungen sei die Flüchtlingswelle noch nicht berücksichtigt, betonte Bauer. Es kämen allein im laufenden Jahr wohl 800.000 Flüchtlinge, von denen auch viele bleiben werden. So könne man nicht davon ausgehen, dass die syrischen Flüchtlinge in den kommenden zwei Jahren wieder heimkehrten. Die Zahl der neu zu erstellenden Wohnungen könne vor diesem Hintergrund auf 350.000, vielleicht sogar auf 400.000 jährlich steigen.

“Und wenn wir im Segment kostengünstiger Wohnungen für Flüchtlinge einen großen Bedarf haben, warum bauen wir von den Standards her nicht wie vor 15 Jahren?”, fragte Bauer. Die meisten Menschen hierzulande lebten in solchen Wohnungen. Mit den aktuellen Standards werde der Quadratmeter Wohnraum speziell mit Blick auf das Flüchtlingsproblem einfach zu teuer.

Die Wohnraumnot etwa mit Containern zu lösen, lehnt Bauer ab. “Für einen Container gibt man heute pro Quadratmeter 1.000 Euro aus”, sagte er. Für ein bisschen mehr als 1.300 Euro könne bereits in einfachstem Standard massiv gebaut werden. Es seien dann Gebäude, die eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahre haben. Ein Container sei bereits nach fünf Jahren kaputt.

Seite zwei: Planungsrecht soll vereinfacht werden

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Mehr Pflegebedürftige in 2015 – zwei Millionen werden zu Hause gepflegt

Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete, waren Ende 2015 in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren 8,9 Prozent beziehungsweise 234.000 Menschen mehr als im Dezember 2013.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Beratung ist nicht alles

Wie viel ist Beratung in der Baufinanzierung wert? “Gute” Beratung wird zunehmend zum erwarteten Standard – wie stellt man sich darauf ein?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

mehr ...

Investmentfonds

Versorgeraktien stehen unter Strom

In den vergangenen Jahren wurden Versorger an der Börse massiv abgestraft. Dabei werden diese Firmen besonders von der Elektromobilität profitieren. Gastkommentar von Uwe Zimmer, z-invest Gmbh

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...