Anzeige
Anzeige
9. März 2016, 12:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anteil privater Träger von Pflegeimmobilien wächst

Die Bedeutung privater Träger im Markt für stationäre Pflege nimmt weiter zu. Dies ergab eine Auswertung des Terranus Pflegeatlas 2015.

Insuro-Pflegeplan in Anteil privater Träger von Pflegeimmobilien wächst

Private Investitionen in Pflegeimmobilien werden benötigt, um den Pflegebedarf zu decken.

Nach den Zahlen des Terranus Pflegeatlas für 2015 wächst der private Sektor in der stationären Pflege weiterhin mehr als viermal so schnell wie der Freigemeinnützige. So habe sich die Zahl der Plätze in privater Trägerschaft seit 1999 bis 2015 mit einem Plus von 110 Prozent mehr als verdoppelt.

Stetiger Rückgang öffentlich-rechtlicher Träger

Der Zuwachs der stationären Plätze im freigemeinnützigen Sektor habe im selben Zeitraum etwa 26 Prozent betragen. Die Kapazitäten öffentlich-rechtlicher Träger gingen unterdessen kontinuierlich zurück (minus 28 Prozent). Damit verstetige sich der Trend, den das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in seinem Pflegeheim Rating Report für den Zeitraum bis 2013 festgestellt habe.

“Diese Entwicklung zeigt deutlich, welche wichtige Rolle privates Kapital bei der Bewältigung der enorm steigenden Pflegenachfrage spielt, und das schon seit Jahren”, betont Terranus-Aufsichtsrat Carsten Brinkmann. “Da sich die öffentliche Hand immer mehr aus der Finanzierung der Pflege zurückzieht, wird diese Bedeutung künftig noch zunehmen.”

Zunahme des Investitionsbedarfes

Derzeit liege der Anteil freigemeinnütziger Pflegeplätze bei rund 56 Prozent. Der Anteil der Privaten habe sich 2015 der 40 Prozent-Marke genähert, was knapp 400.000 Pflegeplätzen entspreche. Öffentlich-rechtliche Träger spielten mit einem Marktanteil von rund 5 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt steige die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen demografisch bedingt weiter stark an. aktuellen Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge wird die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit knapp 2,7 Millionen auf 3 Millionen im Jahr 2020 und 3,5 Millionen im Jahr 2030 zunehmen.

Nach Einführung der Pflegegrade 2017 im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes II könnte die Dreimillionen-Grenze sogar früher erreicht werden. Unter Annahme konstanter Pflegequoten bedeute dies einen zusätzlichen Bedarf von 131.000 beziehungsweise 321.000 Pflegeplätzen bis 2030. “Es ist klar, dass sich der dazu nötige Investitionsbedarf mit öffentlichem und freigemeinnützigem Kapital nicht stemmen lässt”, so Brinkmann. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...