29. Januar 2016, 10:05

Baufinanzierung: Darlehenskosten sind gesunken

Die Standardrate für ein Immobiliendarlehen ist nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB) im Dezember 2015 wieder gesunken. Die Immobilienkäufer agierten vorsichtig und wählten hohe Tilgungsraten.

Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung

Nachdem die Baufinanzierungszinsen im Jahresverlauf 2015 zeitweise anstiegen, zeigte sich zum Jahresende wieder ein Abwärtstrend.

Wer sich im Dezember den Traum vom Eigenheim mittels einer Baufinanzierung ermöglichen wollte, konnte dies nach Angaben des Finanzdienstleisters Dr. Klein günstiger als im Vormonat.

Nach Zinsanstiegenim Verlauf des vergangenen Jahres verbilligten sich Immobilienfinanzierungen zum Jahresende wieder.

Finanzierung zum Jahresende genauso teuer wie Anfang 2015

Die durchschnittliche Standardrate für ein Baudarlehen von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf sowie einer zehnjährigen Sollzinsbindung sank erneut.

Mit 471 Euro lag sie im Dezember 2015 exakt auf gleicher Höhe wie zu Beginn des Jahres. Im Dezember 2014 war sie erstmals unter die Grenze von 500 Euro gesunken.

Tilgungsrate auf Rekordwert

Die durchschnittliche anfängliche Tilgung kletterte laut Dr. Klein im Dezember wieder auf ihren Rekordwert von 3,01 Prozent. Erstmals war dieser Wert im September 2015 erreicht worden. Im Dezember 2014 lag die durchschnittliche Tilgung noch bei 2,60 Prozent.

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, rät Immobilienbesitzern zudem, Möglichkeiten zur Sondertilgung zu nutzen: „Bei vielen Annuitätendarlehen ist einmal jährlich kostenlos eine Sondertilgung möglich, in der Regel bis zu fünf Prozent der Darlehenssumme.”

Wer finanziell die Möglichkeit habe, sollte diese nutzen – möglichst gleich zu Beginn des Jahres. Denn wenn ein Käufer von seinem Sondertilgungsrecht gleich zu Beginn des Jahres Gebrauch mache, steige der Tilgungsanteil seiner monatlichen Rate sofort.

Mehr Nachfrage nach Forward-Darlehen

Nach den Ergebnissen des Trendindikators ging im Dezember 2015 der Anteil an KfW-Darlehen weiter zurück und erreichte mit nur noch 8,85 Prozent einen neuen Tiefstwert. Dafür legten Forward-Darlehen wieder zu und stiegen auf 16,14 Prozent.

Ihr Anteil liegt nach Aussage von Dr. Klein damit um fast 60 Prozent höher als noch vor einem Jahr (10,15 Prozent). Den Anteil an klassischen Annuitätendarlehen blieb fast unverändert (70,79 Prozent). (bk)

Foto: Shutterstock

 

 


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