16. Februar 2016, 08:55

Bundesbank: Immobilienpreise steigen stärker

Die Immobilienpreise sind in Deutschland im vergangenen Jahr abermals deutlich gestiegen. Zudem war der Preisanstieg regional breiter gestreut als in den Jahren zuvor, wie die Bundesbank in ihrem Monatsbericht schreibt.

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Eigentumswohnungen verteuerten sich nach Angaben der Deutschen Bundesbank im vergangenen Jahr um sechseinhalb Prozent, Reihen- und Einfamilienhäuser um fünf Prozent.

Nach Zahlen des Analyseunternehmens Bulwien Gesa, auf die sich die Bundesbank unter anderem bezieht, stiegen die Immobilienpreise im Jahr 2015 um durchschnittlich sechs Prozent. 2014 hatte der Zuwachs fünfeinhalb Prozent betragen, nach siebeneinhalb Prozent im Jahr 2013.

Angleichung der Preisdynamik

Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach im vergangenen Jahr um sechseinhalb Prozent, Reihen- und Einfamilienhäuser waren fünf Prozent teurer. Wohnungen seien vor allem dort teurer geworden, wo das Interesse bisher eher gering gewesen sei.

Die Preisentwicklung von Reihenhäusern habe sich auch in den Regionen spürbar beschleunigt. Insgesamt hätten sich die Preisanstiege zwischen den Städten weiter angeglichen. Bisher waren die Preise in den Großstädten besonders stark gestiegen.

Reihen- und Mehrfamilienhäuser gefragter

Andere Indikatoren bestätigten die Angleichung der Preisdynamik zwischen städtischen Immobilien einerseits und Reihen- und Mehrfamilienhäusern andererseits. Nach Zahlen des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise für Mehrfamilien im vergangenen Jahr besonders stark.

Die Bundesbank sieht die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum auch als Folge der guten Einkommens- und Beschäftigungsaussichten. Zudem seien die Finanzierungskosten weiter gefallen.

“Rechnerisch könnte etwa ein Fünftel des Preisanstiegs bei städtischen Wohnimmobilien seit dem Jahr 2009 dem außerordentlichen Rückgang des Zinsniveaus zugeschrieben werden.” Der 2015 ebenfalls gestiegene Wohnungsbau habe vermutlich nicht ausgereicht, um die Preis- und Mieteffekte der hohen Nachfrage zu dämpfen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock


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