10. Februar 2016, 12:29

Denkmalimmobilien: Einkaufsrennen in B- und C-Lagen

Denkmalimmobilien gehören zu den beliebtesten Investments privater Kapitalanleger. Bei richtiger Auswahl bieten sie nicht nur Steuervorteile, sondern auch stabile Renditen.

Denkmalimmobilien

Neben Mieteinnahmen bieten Denkmalimmobilien auch Steuervorteile, sie erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien erlebt in Deutschland seit einiger Zeit einen Höhenflug. Das anhaltend niedrige Niveau der Baufinanzierungszinsen und die hohe Nachfrage nach Sachwerten beflügeln den Markt.

Anleger und Eigennutzer investieren verstärkt Kapital in Wohnungen und Häuser. Auch Denkmalimmobilien sind insbesondere bei privaten Kapitalanlegern stark gefragt, gelten sie doch als Klassiker der Immobilienanlage, da sie neben Mieteinnahmen auch hohe Steuervorteile bieten.

Die Anbieter verzeichneten in den vergangenen zwei bis drei Jahren einen sprunghaften Anstieg des Interesses.

“Die Nachfrage ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die mögliche Steuerreduktion durch den ,Denkmalparagrafen‘ Paragraf 7h/7i EStG, das aktuelle Zinsniveau und die, durchaus berechtigte, Euroangst veranlassen die Menschen, Immobilien zu kaufen”, sagt Curt-Rudolf Christof, Vorstand der Deutsche Sachwert Kontor AG, Erding.

Steuervorteile ausnutzen

Denkmalimmobilien und Objekte in Sanierungsgebieten bieten ihren Käufern ansehnliche Steuervorteile, denn der Staat fördert die Sanierung historischer Gebäude nach wie vor mit einer speziellen AfA (Absetzung für Abnutzung). Der Anteil der anrechenbaren Sanierungskosten am Kaufpreis des Objekts kann daher vollständig von der Steuer abgesetzt werden.

Kapitalanleger, die eine Wohnung vor Beginn der Sanierung kaufen und anschließend vermieten, können diese Kosten über einen Zeitraum von zwölf Jahren geltend machen. Dies lohnt sich umso mehr, je höher der persönliche Steuersatz ist. In der Regel macht der Sanierungskostenanteil mindestens 50 Prozent des Kaufpreises aus, oft auch bis zu 80 Prozent.

Hochwertige Objekte bereits Mangelware

Während die Nachfrage der Anleger zunimmt, entstehen jedoch beim Angebot bereits Engpässe, da etwa in Berlin ein Großteil der historischen Wohnhäuser bereits saniert ist.

“Die Nachfrage ist im Moment sehr hoch; das Angebot dafür aber nur begrenzt. Besonders qualitativ hochwertige Objekte an den etablierten Standorten sind Mangelware”, bestätigt Stefan Voges, Vorstand der Hansa Real Estate AG, Leipzig.

Denkmalimmobilien sind nach wie vor gefragt. Sie sind werthaltig und jede einzelne Immobilie ist ein Unikat, das Wohnkomfort mit Tradition verbindet.

Inzwischen gibt es jedoch eindeutig einen Nachfragemarkt mit der Konsequenz, dass die Kaufpreise deutlich ansteigen.

Wer wie Thamm & Partner in der Vergangenheit strategisch und vor allem azyklisch eingekauft hat, besitzt ein gutes Portfolio und ist für die Zukunft gut gerüstet“, sagt Jörg Walter, Geschäftsführer der IVM Gesellschaft für Innovatives Vertriebsmarketing, die als Exklusivvertrieb für den Projektentwickler Thamm & Partner agiert.

Seite zwei: Schnäppchen bereits ausverkauft

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