18. März 2016, 11:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutschland bleibt attraktivster Markt für Einzelhändler

Deutschland wurde zum dritten Mal in Folge als attraktivster Markt für Einzelhändler bewertet. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „How Active Are Retailers Globally?“ des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Einzelhandel Shutterstock 177106523-Kopie in Deutschland bleibt attraktivster Markt für Einzelhändler

Der deutsche Immobilienmarkt bleibt das beliebteste Ziel ausländischer Investoren aus dem Einzelhandelssektor.

Rund 35 Prozent der globalen Einzelhändler würden in Deutschland für 2016 die Eröffnung von neuen stationären Stores planen. Für die Studie wurden mehr als 150 der führenden internationalen Marken aus den Regionen Amerika, EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), sowie Asien-Pazifik befragt.

“Vor allem Einzelhändler aus Großbritannien und den USA drängen mit zum Teil neuen Stores und Konzepten vor allem aus dem Textil- und Footwear-Bereich, aber auch aus der Gastronomie auf den deutschen Markt”, sagt Thomas Nandzik, Head of Retail Agency South West bei CBRE in Deutschland.

Westeuropa bleibt Hauptziel

Für die internationalen Einzelhändler sei erneut Westeuropa das Hauptziel. Als Zielmarkt für geplante Neueröffnungen im Jahr 2016 folgen laut CBRE nach Deutschland Frankreich und Großbritannien mit 33 Prozent beziehungsweise 29 Prozent. Diesen positiven Trend hätte bereits der CBRE Einzelhandelsinvestmentmarktreport 2015 bestätigt, wonach Deutschland ein Allzeithoch des Transaktionsvolumens am Einzelhandelsimmobilienmarkt aufweisen konnte.

“Einzelhändler setzen weiterhin auf die etablierten Märkte in Europa”, so Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. “Sowohl Deutschland als auch Frankreich und Großbritannien verzeichnen in ihren großen Städten eine hohe Kaufkraft und einen andauernd starken Tourismus. Vor allem die Bundesrepublik weist mit ihrer dezentralen Struktur von sieben großen Städten als überregionale Einkaufszentren eine Sonderstellung auf.” Frankreich und Großbritannien hingegen würden mit ihren Hauptstädten überzeugen, die beide im Modebereich führend seien.

Geringe Auswirkungen des Onlinehandels

83 Prozent der befragten Marken würden nicht damit rechnen, dass der wachsende Onlinehandel ihre Expansionspläne 2016 direkt beeinflussen wird. Dies sei jedoch für jeden Markt einzeln zu bewerten, lediglich 22 Prozent der Einzelhändler würden den Onlinehandel als bedrohlichen Wettbewerb im Markt sehen.

Für 2016 beabsichtigen laut den Umfrageergebnissen 17 Prozent der Befragten größere Expansionen mit mehr als 40 Neueröffnungen. Über zwei Drittel der Befragten würden etwa 20 Neueröffnungen im laufenden Jahr planen. “Das stationäre Einzelhandelsgeschäft in zentraler Lage ist eine Schlüsselkomponente, um die Wahrnehmung einer Marke zu stärken. Dem tun auch die international weit verbreitete ökonomische Unsicherheit und die stetig ansteigende Beliebtheit des Onlinehandels keinen Abbruch”, so Nandzik.

“Die Geschäfte haben die Aufgabe und zugleich die Herausforderung, die Kunden emotional anzusprechen. Diese gehen in einen Store, um die Produkte anzufassen. Hier geht es nicht immer um den eigentlichen Kaufprozess, vielmehr bekommen die Verbraucher die Möglichkeit, die Marke zu erleben.”

Fußgängerzonen sind beliebtester Standort

Die beliebtesten stationären Standorte für die internationalen Einzelhändler seien Fußgängerzonen (76 Prozent) und Shopping-Center (72 Prozent). Dabei spiele die Niederlassung an Verkehrsknotenpunkten für die Marken weiterhin eine wichtige Rolle: Rund ein Fünftel der Befragten – vor allem aus den Regionen Amerika und EMEA – wolle im Jahr 2016 vermehrt dort expandieren, da diese Standorte über ein hochfrequentiertes Besucheraufkommen verfügen.

Trotz der positiven Ergebnisse der Umfrage würden Einzelhändler dem Jahr 2016 eher verhalten optimistisch entgegensehen. Als Hauptrisiken hätten 56 Prozent der Befragten steigende Immobilienpreise angegeben und 42 Prozent unklare Konjunkturaussichten. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...