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28. Januar 2016, 12:32
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Die letzte Bastion fällt

In der Immobilienbranche hat die technologische Weiterentwicklung bisher nur sehr limitiert stattgefunden. Crowdinvesting-Plattformen könnten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Gastbeitrag von Dr. Thomas Schneider, Brickvest.

 in Die letzte Bastion fällt

“Parallel zum sich langsam erholenden traditionellen Immobilienfondsmarkt hat sich im Rückenwind der unaufhaltsam fortschreitenden Digitalisierung und des anhaltenden Finanztechnologie-Booms ein neuer Unternehmenssektor für diese Produktsparte aufgetan.”

Die letzten Jahre waren für den Markt der geschlossenen Immobilienfonds wahrlich keine einfachen. Bereits schwer gebeutelt durch die letzte Finanzkrise wurde der Markt für Beteiligungen durch neue Gesetze, die eine stärkere Regulierung und Anlegerschutz bringen sollten, 2014 fast komplett lahm gelegt. Die neuen Regulierungen kosteten die Anbieter viel Geld und verkomplizierten das Geschäft merklich.

Mittlerweile erscheint es jedoch so, als ob sich die Fondinitiatoren mit der neuen Situation arrangiert haben und parallel dazu das Interesse der Anleger ebenfalls wieder zurückkehrt. Was im Anblick des jetzigen Investmentumfeldes mit historisch niedrigen Zinsen und einem volatilen politischen Umfeld, das sich noch empfindlich auf den bereits sehr hohen Aktienindex auswirken könnte, ja auch nur naheliegend erscheint.

Das Grundkonzept von geschlossenen Immobilienfonds erscheint momentan besonders bestechend, da Immobilien im heutigen Marktumfeld als wertbeständig gelten und langfristige Mietverträge sichere Renditen ermöglichen. Zudem können die Anleger so indirekt auch von den historisch niedrigen Zinsen und Wertsteigerungen im Immobiliensektor profitieren.

Ein neuer Unternehmenssektor

Parallel zum sich langsam erholenden traditionellen Immobilienfondsmarkt hat sich im Rückenwind der unaufhaltsam fortschreitenden Digitalisierung und des anhaltenden Finanztechnologie-Booms ein neuer Unternehmenssektor für diese Produktsparte aufgetan. Diese Unternehmen versuchen als reine Online- Anbieter, oft unter der Bezeichnung Crowdfunding oder Crowdinvesting, den Markt für geschlossene Immobilienfonds nachhaltig zu verändern.

Wie weit diese Veränderungen gehen werden, ist heute noch nicht final abzusehen, da bis dato kein Online-Anbieter auch nur annähernd die kritische Größe erreicht hat, um das Geschäftsmodell der bestehenden Platzhirsche ernsthaft in Frage zu stellen. Wenn man aber in Betracht zieht, wie nachhaltig ähnliche Märkte wie zum Beispiel das Peer-to-Peer/Business Lending durch onlinebasierte Finanztechnologieunternehmen beeinflusst wurden, kann man erahnen, welches Potenzial dieses neue Geschäftsmodell hat.

Seite zwei: Eine klare Fehleinschätzung der Marktteilnehmer

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