18. Januar 2016, 08:59

Wie Fintechs die gewerblichen Immobilienmärkte verändern

Die Digitalisierung schreitet fort: In letzter Zeit wurden zahlreiche Fintechs gegründet, die in Großstädten Büroflächen mieten. Da stellt sich die Frage, wie die neuen Marktteilnehmer den Büroimmobilienmarkt langfristig beeinflussen werden.

Die Beyerle-Kolumne

Stuttgart-21-Beyerle in Wie Fintechs die gewerblichen Immobilienmärkte verändern

Thomas Beyerle: “Fintechs lösen keine Revolution am Büroimmobilienmarkt aus, sie sind vielmehr Teil einer Evolution.”

Wohl kaum ein Geschäftsmodell wird gegenwärtig so intensiv diskutiert wie das der Fintechs. Für die einen ist es die Bedrohung traditioneller Geschäftsmodelle der Banken schlechthin, für die anderen eine nette kleine Start-up-Schmiede in der anhaltenden Digitalisierungsrevolution. Jungs um die 30, mit ausreichend Venture Capital gesättigt, konventionsfrei und dann noch ohne Krawatte – das kann man ja nicht ernst nehmen im seriösen Bankberatungsgeschäft, so Stimmen aus den Bankentürmen.

Fallen Banken künftig als Mieter am Büroimmobilienmarkt weg?

Sieht man von diesen Äußerlichkeiten einmal ab, stellt sich die Frage, ob gerade die Banken und Versicherungen, welche traditionell zwischen 15 und 25 Prozent der Büroflächen pro Jahr an den Standorten absorbieren, dies auch in Zukunft tun werden? Einfacher formuliert: fallen die Banken als stabiler Umsatzbringer auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt zunehmend weg? Oder werden sie gar kompensiert durch diese schnellen und innovativen Start-up-Unternehmen? Zumindest für viele Investoren in den zentralen Stadtlagen war ein zehnjähriger Mietvertrag mit einer Bank immer ein Bond mit geringer Ausfallwahrscheinlichkeit.

Aktuell scheinen diese Zweifel noch nicht berechtigt, obwohl der Finanzsektor spätestens seit 2009 mitten in einem grundlegenden Umbruch steckt. Der große Anpassungsdruck erfolgt durch die Banken selbst. Auslagerungswellen, Effizienzprogramme, ständig wechselnde Ansprechpartner – wer kennt das nicht?

Effiziente Flächennutzung

Ein zeitlicher Vergleich der Beschäftigtenzahl in diesem Sektor zeigt, dass zwischen 2004 und 2014 an den großen europäischen Standorten zwar neun Prozent mehr Personen beschäftigt waren, jedoch die Flächennachfrage um 17 Prozent zurückging. Dies deutet in einer ersten Analyse darauf hin, dass Banken Büroflächen effizienter nutzen. Mitarbeiter sitzen enger beisammen, wodurch in der Summe weniger Büroflächen nachgefragt werden.

Seite zwei: “Merkmale von Fintechs”


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Kolumnen


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ab dem 16. Juni im Handel.

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Aktion “Perspektive Finanzberatung”

Swiss Life Select und Cash. bieten am 29. Juni eine exklusive Telefonaktion, mit der sich Interessierte über die Möglichkeiten einer Karriere im Finanzvertrieb aus erster Hand informieren können. Den Rahmen für diese Aktion bildet die Berichterstattung zum Thema “Innovatives Recruiting in der Finanzdienstleistungsbranche” in Ausgabe Cash. 7/2016, die aktuell im Handel ist.

mehr ...

Immobilien

Hypoport: Brexit lässt Immobiliennachfrage steigen

Nach Einschätzung des Vorstands der Hypoport AG wird der angekündigte EU-Austritt Großbritanniens keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle des Finanzdienstleisters ergeben. Viel wahrscheinlicher seien positive Impulse für den inländischen Finanzierungsmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Pieter Jansen von NNIP im Exklusiv-Interview

Noch immer dominiert das Brexit-Referendum das Geschehen an den Finanzmärkten. Cash. sprach mit dem niederländischen Experten Pieter Jansen, Senior Strategist Insurance bei NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

Langfristiges Wachstumspotenzial Japans intakt

Nach drei fulminanten Jahren hat sich die Stimmung an der Tokioter Börse merklich eingetrübt. Die Anleger verweisen auf die erneute Stärke des Yen. Viele Experten zweifeln mittlerweile auch an der Effektivität der Abenomics, sagt Richard Kaye, Portfoliomanager für japanische Aktien bei Comgest.

mehr ...

Recht

BVG billigt EZB-Krisenkurs unter Auflagen

Mitten in der Eurokrise beruhigte die EZB mit einem weitreichenden Versprechen die Märkte. Nach jahrelangem Streit billigt Karlsruhe den riskanten Alleingang der Notenbank – aber nicht bedingungslos.

mehr ...