16. Februar 2016, 14:40
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Frühjahrsgutachten: Mieten und Immobilienpreise wachsen weiter

Der deutsche Immobilienmarkt hat 2015 ein starkes Preiswachstum verzeichnet, so das aktuelle Frühjahrsgutachten 2016 des Rats der Immobilienweisen. In den Ballungsräumen werden Mieten und Kaufpreise für Wohnimmobilien auch in 2016 weiter in die Höhe steigen, prognostizieren die Experten.

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Ohne die starke Zuwanderung hätte der Mietpreiszyklus seinen Zenit bereits erreicht, so das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen.

Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen machten der Studie zufolge auch im Jahr 2015 wieder einen kräftigen Sprung nach oben.

Mit einem Wachstum von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vergleich erstes bis drittes Quartal 2014 und erstes bis drittes Quartal 2015) habe sich der Anstieg in Westdeutschland sogar beschleunigt. Eine Abflachung sei nicht in Sicht.

Deutlicher Anstieg auch in Ostdeutschland

Auch in Ostdeutschland (ohne Berlin) sind die nominalen Kaufpreise demnach weiter um 6,2 Prozent gestiegen. Analog zu den Mietpreisen sei aber auch bei den Kaufpreisen die Streuung innerhalb Deutschlands riesig und erwartungsgemäß nochmals größer als die der Mietpreise.

In 70 Prozent der Kreise sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen dem Gutachten zufolge um mehr als zwei Prozent gestiegen, in 50 Prozent sogar um mehr als sechs Prozent. Gleichzeitig seien aber in fast jedem vierten Kreis (23,4 Prozent) die Preise gesunken.

Moderate Mietanstiege

Die Angebotsmieten für Wohnungen sind der Untersuchung zufolge in 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (drittes Quartal 2014) nominal leicht gestiegen: in Westdeutschland um 3,7 Prozent und in Ostdeutschland um 1,2 Prozent. Allerdings habe der Anstieg fast ausschließlich zwischen dem dritten Quartal 2014 und dem ersten Quartal 2015 stattgefunden.

„Ohne die starke Zuwanderung von Flüchtlingen wäre das Bild für 2016 ziemlich eindeutig. Der Mietpreiszyklus hätte seinen Zenit erreicht, die Mieten im deutschen Mittelwert würden 2016 nicht mehr wesentlich weiter steigen beziehungsweise stagnieren“, erklärt Professor Dr. Harald Simons, Mitglied des Vorstands bei Empirica.

Die weitere Entwicklung sei aber angesichts der unklaren Auswirkungen der hohen Zuwanderung besonders schwer einzuschätzen. Der Mietpreiszyklus dürfte sich verlängern, da die Wohnungsnachfrage steigen wird. „Die Angebotserweiterung durch den Wohnungsneubau kann mit der gestiegenen Nachfrage momentan nicht Schritt halten. Das wird auch in den nächsten Jahren zu Miet- und Kaufpreissteigerungen in den Ballungsräumen führen“, so Simons.

Seite 2: Politik muss schnelles Bauen ermöglichen

 

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