16. März 2016, 14:24

Stille Vermarktung: der diskrete Verkauf privater Immobilien

Vielen Verkäufern behagt die Vorstellung überhaupt nicht, ihre Privaträume in der Öffentlichkeit des Netzes präsentiert zu sehen. Der Hamburger Premiumimmobilienmakler Dahler und Company setzt daher verstärkt auf die stille Vermarktung.

Luxus-immobilie-shutt 269469479 in Stille Vermarktung: der diskrete Verkauf privater Immobilien

Die stille Vermarktung schützt Verkäufer von Luxusimmobilien vor der Öffentlichkeit der Immobilienportale.

Die Digitalisierung habe die Immobilienbranche in den vergangenen Jahren grundlegend umgewälzt. Sei es noch zuvor der persönliche Kontakt zwischen Verkäufer, Makler und Interessenten, mit dem der Verkaufsprozess begann, öffne sich heute in den einschlägigen Online-Portalen ein gewaltiges Angebot an Häusern und Wohnungen.

Mangelnde Privatssphäre

“Die totale Transparenz von Angebot und Nachfrage, so scheint es, der Traum eines offenen Marktes. Die Kehrseite wird gerne übersehen: dass Menschen, die ihr Zuhause verkaufen wollen, jedem, der schauen möchte, mithilfe von Fotos Einblick in ihre Privatsphäre verschaffen müssen, wenn ihre Immobilienanzeige die nötige Wirkung erzielen soll”, weist Stephan Körner, Geschäftsführer für den Standort Außenalster-Ost auf die Nachteile hin.

Damit würden Preisvorstellungen für Nachbarn, Freunde, Kollegen oder völlig Unbekannte öffentlich. “Im Premiumsegment, auf das wir spezialisiert sind, kann das besonders schwer wiegen – wer möchte schon, dass die Mitarbeiter oder Kunden erfahren, wie und wo der Vorgesetzte oder Firmeninhaber wohnt, welchen Verkaufspreis er für seine Immobilie erzielen möchte?”, so Körner.

Kunden bevorzugen Diskretion

“Wir erleben immer häufiger, dass Kunden diese Art der Präsentation ablehnen. Sie wünschen und fordern eine diskrete Abwicklung des Verkaufs – wir nennen sie stille Vermarktung”. Diese beruhe auf einer detaillierten Kenntnis des Marktes, umfassender Immobilien-Expertise, persönlichem Kundenkontakt, Diskretion und Verlässlichkeit.

Mithilfe der Begutachtung des Objekts, der Ermittlung des realistischen Preises und der gezielten persönlichen Ansprache der Kunden gelinge die Suche nach dem Käufer. Basis sei eine gut gepflegte Kundenkartei. Aufgrund der intensiven Kundenbindung kenne der Berater die Preisvorstellungen seiner Kunden und könne einschätzen, in welchem Zeitrahmen die Vermarktung realistisch ist.

Meistgelesen im Ressort Immobilien

“Das verhindert einen typischen Fehler, den wir immer wieder beobachten: dass Immobilien zu überzogenen Kaufpreisforderungen an den Markt kommen, Käufer sich abwenden und die Objekte übermäßig lang am Markt bleiben, ja, dann häufig sogar mit größeren Preisabschlägen verkauft werden müssen”, sagt Körner. (kl)

Foto: Shutterstock


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Immobilien


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 8/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Global gewinnt - BU - Gewerbehaftpflicht - Private Equity - Wohnimmobilienmarkt Berlin- Hitliste der Vertriebe - Digitalisierung

Ab dem 14. Juli im Handel.

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

“Maklerkommunikation 4.0” soll im Oktober starten

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, soll die Maklerkommunikation 4.0 (MKK 4.0) am 7. Oktober 2016 starten. Ziel der MKK 4.0 ist es, den Datenaustausch zwischen Maklern und Versicherern so weit wie möglich zu automatisieren.

mehr ...

Immobilien

Sehnsucht nach Sicherheit und Rendite: Allheilmittel Immobilieninvest?

Nicht erst seit der fortgesetzt ausgerufenen Nullzinspolitik sowie einer ausgedehnt expansiven Geldvermehrung seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) drängt sich bei der Suche nach soliden Anlageoptionen für viele die Immobilie als mutmaßlich einzig verbliebener Fels in stürmischer Brandung auf. 

mehr ...

Investmentfonds

Fusion des Fondsbereichs von Unicredit und Santander geplatzt

Der geplante Zusammenschluss der Fondssparten von Unicredit und Santander galt als der große Wurf. Mit einem verwalteten Volumen von rund 400 Milliarden Euro wäre das Gemeinschaftsunternehmen auf einen Schlag in die Liga der zehn größten Fondsgesellschaften aufgestiegen. Doch aus der Transaktion wird nichts.

mehr ...

Berater

Umfrage: Deutsche favorisieren Sparschwein & Co.

Das heimische Sparschwein oder der Sparstrumpf werden immer mehr zur “Ersatzanlage” für die Deutschen. 45 Prozent der vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Royal Bank of Scotland befragten 1.8000 Deutschen horten ihr  Geld zu Hause, anstatt es zur Bank zu bringen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um fast ein Drittel gewachsen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lacuna: EEG-Novelle mit Licht und Schatten

Beim Asset Manager Lacuna sieht man der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit gemischten Gefühlen entgegen. Insbesondere das nun beschlossene Ausschreibungsverfahren sei für kleinere Anbieter schwierig, so das Unternehmen in einer aktuellen Stellungnahme.

mehr ...

Recht

Verfassungsbeschwerde gegen Bestellerprinzip bei Maklern gescheitert

Zwei Immobilienmakler sind mit ihrer Verfassungsbeschwerde gegen das Bestellerprinzip bei Provisionen für Wohnungsvermittlungen gescheitert.

mehr ...