Anzeige
4. März 2016, 08:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Thüringen führt Mietpreisbremse ein

Thüringen führt die Mietpreisbremse in Erfurt und Jena ein. In den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten in Erfurt und Jena mit 19 und 13 Prozent spürbar angestiegen.

Shutterstock 333300215 in Thüringen führt Mietpreisbremse ein

In der Landeshauptstadt sind die Preise in den letzten fünf Jahren 19 Prozent gestiegen.

Zahlreiche Bundesländer haben sie schon eingeführt – nun zieht auch Thüringen nach: Voraussichtlich wird noch im März in Erfurt und Jena die Mietpreisbremse eingeführt. Das teilte die Thüringer Landesregierung vorgestern mit.

Deutliche Mietanstiege

Aktuell müssen Wohnungssuchende nach Ergebnissen der Mietpreisanalyse von Immowelt in der Landeshauptstadt im Median 6,90 Euro pro Quadratmeter bezahlen, vor fünf Jahren betrug die Kaltmiete noch 5,80 Euro. Immowelt untersuchte von 2010 bis 2015 die Angebotspreise von Mietwohnungen und –häusern in Jena und Erfurt.

Den größeren Anstieg habe zwar mit 19 Prozent Erfurt zu verzeichnen, die Preise blieben aber nach wie vor unter denen von Jena. Hier kosteten Mietimmobilien aktuell 8,60 Euro pro Quadratmeter und damit 13 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Damals wurden 7,60 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Ausnahmen für Neubauten

Nach der Einführung der Mietpreisbremse dürften die Mieten bei neu abgeschlossenen Verträgen künftig nur noch bis zu zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Allerdings gebe es Ausnahmen: Neubauten sowie umfassend sanierte Wohnungen seien vom Gesetz nicht betroffen. Außerdem gelte der Bestandsschutz. Kein Vermieter müsse die Miete senken, auch nicht bei Neuvermietung.

Mit Thüringen haben bislang elf Bundesländer die Mietpreisbremse beschlossen: Nach Berlin im Juni 2015 folgten noch im selben Sommer Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern. Im Herbst und Winter zogen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen, Bremen und Brandenburg nach. (kl)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Sanitätshäuser dürfen Kassenpatienten die Zuzahlung erlassen

Krankenversicherte dürfen auf Preisnachlässe bei medizinischen Hilfsmitteln wie Schuheinlagen, Blutzuckertests oder Hörgeräten hoffen. Ein Grundsatz-Urteil erlaubt es den Händlern solcher Produkte, ihren Kunden die Zuzahlung an die gesetzliche Krankenkasse zu erlassen.

mehr ...

Immobilien

Bauwirtschaft rechnet mit anhaltendem Boom

Die Bauwirtschaft rechnet für 2016 mit einem Plus von fünf Prozent und geht davon aus, dass 2017 ähnlich gut verläuft. Haupttreiber der Entwicklung seien der Straßen- und Wohnungsbau.

mehr ...

Investmentfonds

Italien-Referendum belastet Börse nicht

In diesem Jahr gerieten die Börsen durch politische Abstimmungen bereits mehrfach unter Druck. Nach dem Italien-Referendum scheinen die Marktteilnehmer aber dazu gelernt zu haben.

mehr ...

Berater

Vollmachtsvermutung: Hoher Prüfungsaufwand für Berater

Laut eines aktuellen Gesetzesentwurfes sollen Ehegatten und eingetragene Lebenspartner in Notfällen einander automatisch vertreten dürfen. In seiner derzeitigen Fassung besteht allerdings die Gefahr, dass die Missbrauchsanfälligkeit dieser Regelung hoch ist.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Sachwertanlagen

Schifffahrt: Krise, Krise und kein Ende

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den Konkurrenten Maersk markiert einen weiteren Höhepunkt der Schifffahrtskrise. Doch was haben AIF aus anderen Branchen damit zu tun? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

Aktuell erfreuen sich Honorarvereinbarungen – zum Beispiel bei der Vermittlung von Nettotarifen – und Servicepauschalen einer großen Beliebtheit unter Versicherungsvermittlern. Hiermit könnte jedoch bald Schluss sein – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums geht.

mehr ...