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4. August 2005, 00:00
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BVI gegen Pflicht zur Zusatzvorsorge

Trotz der bislang geringen Akzeptanz der staatlich geförderten Altersvorsorge spricht sich die Investmentbranche gegen eine Pflicht zur Zusatzvorsorge aus. Die Antwort auf den schleppenden Absatz von Riester-Verträgen sollte eine radikale Vereinfachung und Flexibilisierung des Alterssicherungssystems sein, fordert der BVI Bundesverband Investment und Asset Management in Frankfurt. Würde der Gesetzgeber die Komplexität und die Bürokratie der Riester-Rente spürbar reduzieren, steige in der Bevölkerung die Zustimmung, ist der Verband überzeugt.

Erst wenn die Entbürokratisierung und Flexibilisierung der Riester-Rente nicht zu einer breiteren Akzeptanz führe, sollte über eine obligatorische Lösung nachgedacht werden, so die Fonds-Lobby. Dabei sei es dann aber entscheidend, den Arbeitnehmern auch den finanziellen Freiraum zu verschaffen, indem man die Belastung mit Steuern und Abgaben reduziere. Um die Altersvorsorge in Deutschland weiterzuentwickeln, verweist der BVI auf sein Konzept eines Altersvorsorge-Kontos. Darin sind nur zwei Regeln vorgesehen. Erstens darf über das Vermögen erst nach dem 60. Lebensjahr verfügt werden; zweitens müssen die eingezahlten Beiträge vom Produktanbieter garantiert werden. Wie das Geld im Alter verwendet wird, ist Sache des Sparers. Außerdem ist das angesparte Kapital vererblich. In diesem Konzept lassen sich privates und betriebliches Altersvorsorge-Sparen kombinieren.

Bei einem Jobwechsel wird das Konto ohne Formalitäten zum neuen Arbeitgeber mitgenommen. Es kann aber auch zeitweise oder dauerhaft ruhen oder ausschließlich mit Beiträgen der privaten Altersvorsorge weiter geführt werden. Bisherige ?Riester-Verträge? könnten problemlos als Altersvorsorge-Konten fortgeführt werden. Um zu einer flächendeckenden Verbreitung staatlich geförderter Altersvorsorge zu gelangen, sollten auch die bislang von der Riester-Förderung ausgenommen Bevölkerungsgruppen wie etwa Selbständige, Sozialhilfebezieher und Angehörige berufsständischer Versorgungswerke einbezogen werden.

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