Anzeige
Anzeige
18. Dezember 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anleger sparen beim Fondshandel nicht

Die meisten Anleger, die ihre Fonds über das Internet handeln, legen Wert auf geringe Kosten. Über vorhandene Sparpotenziale beim Fondshandel sind sie jedoch noch nicht umfassend informiert, wie eine Umfrage von TNS Infratest für die in Hamburg ansässige Fondsbörse Deutschland ergab. Demnach haben drei von vier Befragten bereits von der Ordermöglichkeit über die Börse gehört; innerhalb dieser Gruppe weiß aber nur jeder Zweite (52 Prozent) um die damit verbundenen Einsparmöglichkeiten.

Kunden von Online-Direkt- oder Filialbanken können ihre Orders über die Börse statt über die Fondsgesellschaft laufen lassen. Dadurch lassen sich Ausgabeaufschläge sparen. Eine am Handelsplatz Hamburg abgewickelte Beispieltransaktion verdeutlicht dies: Beim Kauf eines gängigen Aktienfonds fallen ein Spread von 0,5 Prozent, eine Maklercourtage von 0,08 Prozent sowie die individuellen Transaktionskosten des Kreditinstituts an.

Der Ausgabeaufschlag beträgt dagegen bei Aktienfonds in der Regel um die 5 Prozent der investierten Summe, wenn auch teilweise vergünstigt. Damit stellt er einen erheblichen Kostenfaktor dar und fördert aus Sicht der Anleger weitere Investments nicht: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten würden häufiger Fondsanteile kaufen oder verkaufen, wenn die Gebühren wie etwa der Ausgabeaufschlag niedriger wären.

Laut Umfrage hat sich der Fondshandel über die Börse noch nicht flächendeckend durchgesetzt: Nur jeder Vierte der Befragten, die diese Handelsart kennen, nutzen sie auch. “Bei den Anlegern herrscht eine Diskrepanz zwischen dem Sparwillen und dem tatsächlichen Verhalten. Viele Fondskäufer zahlen noch Gebühren, die sie sich eigentlich sparen könnten – und verzichten dadurch auf erhebliche Renditepotenziale”, sagt Professor Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG.

Wie die Umfrage weiter ergab, wollen sich die meisten im Internet aktiven Fondskäufer gegen Kursrisiken absichern. 72 Prozent der Befragten wünschen sich die Option, ihre Bestände zum Beispiel mit Stop-Loss-Marken zu versehen. Wichtig ist den Kunden dabei, dass sie sich nicht ständig über aktuelle Kursentwicklungen informieren müssen.

“Wer über die Börse handelt, kann sich auf diese Weise vor plötzlichen Marktkorrekturen absichern”, erklärte Dr. Thomas Ledermann, ebenfalls Vorstand der Börsen AG. Seiner Ansicht nach ist der Fondshandel über die Börse eine geeignete Möglichkeit, um die Suche nach kostengünstigen Anlagemöglichkeiten mit dem Wunsch nach Sicherheit durch Limits und einer einfachen Handhabung der Geldanlagen zu verbinden.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...

Immobilien

Forward-Darlehen: Wetten auf den Zukunfts-Zins

Für alle, deren Immobilienfinanzierung in einigen Jahren zur Verlängerung ansteht, bietet sich das Forward-Darlehen an. Ob diese Darlehensart für sie geeignet ist, sollten Kunden nach ihrem Sicherheitsbedürfnis und dem finanziellen Spielraum abwägen.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lacuna goes Canada

Die Regensburger Lacuna AG hat im Bereich Erneuerbare Energien ein Joint Venture in Kanada geschlossen und eine enge Zusammenarbeit mit der deutsch-kanadischen Außenhandelskammer (AHK Kanada) vereinbart.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...