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3. November 2008, 00:00
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Ausblick: Weltrezession unvermeidbar

“Den aktuellen Bewertungen nach zu urteilen, preisen Aktien- und Kreditmärkte bereits eine schwere Depression der Weltwirtschaft ein? ? Keith Wade äußert sich in seinem aktuellen Marktausblick wenig optimistisch. Eine Weltrezession im kommenden Jahr erscheint dem Chefvolkswirt der britischen Fondsgesellschaft Schroders unausweichlich.

Während die Credit-Spreads sich auf einem Niveau bewegten, das man zuletzt in den 1930-er Jahren erlebt hatte, seien die Aktienmärkte zwischenzeitlich auf ein Fünfjahrestief gerutscht. Die Gefahr bestünde in den Folgen der Markteinbrüche für die Realwirtschaft, da die Zuversicht bei Unternehmen und Verbrauchern zusehends schwächer werde.

Die Volatilität an den Märkten ist Wade zufolge maßgeblich darauf zurückzuführen, dass Anleger mit hoher Fremdkapitalquote infolge der Kreditknappheit zum Abbau ihrer Positionen gezwungen sind.

?Die Banken halten sich mit der Kreditvergabe zurück, um ihre angeschlagenen Bilanzen zu stärken. Diese Einschätzung der Lage wird durch die Liquidation mehrerer Hedgefonds untermauert?, so der Schroders-Experte. Es werde noch eine Weile dauern, bis die Kreditkrise endlich überwunden ist.

?Eine etwaige Erholung wird vergleichsweise schwach ausfallen, da die Privathaushalte wenig Neigung verspüren werden, bei steigenden Arbeitslosenzahlen und fallenden Häuserpreisen erneut Schulden zu machen?, erklärt Wade, der dennoch glaubt, dass die Rekapitalisierung der Banken sowie die staatlichen Garantien letztendlich Früchte tragen werden. (hb)

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