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9. Oktober 2008, 00:00
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ETFs als Gewinner der Finanzkrise

Börsennotierte Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) konnten in den vergangenen Monaten weltweit von der hohen Volatilität auf den internationalen Finanzmärkten profitieren. Einer aktuellen Studie des Vermögensverwalters Barclays Global Investors, London, zufolge summierten sich die in Indexfonds investierten Mittel Ende September auf 764,1 Milliarden US-Dollar.

Damit verlor der Markt seit Jahreswechsel zwar 4,1 Prozent, litt damit aber deutlich weniger unter der Finanzkrise als der MSCI World-Index, der in der gleichen Zeit um 25,6 Prozent einbrach.

Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten börsennotierte Rentenprodukte, denen im laufenden Jahr bislang 30,8 Milliarden US-Dollar zuflossen. Insgesamt erreichen sie damit ein Volumen von 90,8 Milliarden US-Dollar. Die in aktienbasierten Indexfonds gebundenen Gelder sanken dagegen um neun Prozent auf 664 Milliarden Euro.

Im europäischen Markt legte das Volumen von ETFs und ETCs (Exchange Traded Commodities: bilden Rohstoffindizes und Einzelrohstoffe ab) in den ersten drei Quartalen sogar um 13 Prozent auf 145,2 Milliarden US-Dollar zu. Die acht in Deutschland aktiven Anbieter verzeichneten seit Ende 2007 sogar einen 20-prozentigen Anstieg und managen mittlerweile Anlagen im Gesamtwert von 60,7 Milliarden US-Dollar.

Weltweit wurden im laufenden Jahr bereits 356 neue Produkte an 43 Börsen gelistet, insgesamt umfasst der Markt damit inzwischen 1.499 ETFs von 86 verschiedenen Anbietern. Im deutschen Markt sind derzeit 360 Produkte verfügbar, seit Jahreswechsel kamen 63 neue dazu. (hb)

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