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4. August 2008, 00:00
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Halbzeit: Aktien- und Rentenfonds out

Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management, Frankfurt, hat seine Absatzstatistik für das erste Halbjahr vorgelegt: Die Verlierer der ersten beiden Quartale sind Aktien- und Rentenfonds, aus denen Anleger 1,1 beziehungsweise 1,3 Milliarden Euro abzogen.

27,9 Milliarden Euro frisches Kapital sind der deutschen Investmentbranche in der ersten Jahreshälfte zugeflossen, Netto-Mittelzuflüsse von 19,2 Milliarden Euro entfallen dabei auf Publikumsfonds. Innerhalb dieser Kategorie wiederum führen Dachfonds mit eingesammelten Mitteln in Höhe von 6,7 Milliarden Euro das Feld, obwohl sie zuletzt kräftig abbauten und sich der Absatz im Juni gegenüber dem Vormonat halbierte. Dahinter folgen Mischfonds mit 5,2 und offene Immo-Fonds mit 4,1 Milliarden Euro, wertgesicherte- und Geldmarktfonds legten um 2,2 Milliarden Euro zu. Besonders in die kapitalgeschützten Anlagen flüchteten zuletzt viele Anleger.

Die Bereitschaft der Investoren, Aktien- und Geldmarktfondsanteile zu zeichnen, hält sich weiterhin in sehr überschaubaren Grenzen. Beide Anlagekategorien mussten Abflüsse von jeweils über einer Milliarde Euro hinnehmen. Besonders im Juni schlug sich die Verunsicherung der Anleger nieder: 3,7 Milliarden Euro zogen sie in diesem Monat aus Aktienfonds ab.

Die deutlichen Abflüsse ändern indes nichts an den Kräfteverhältnissen beim verwalteten Publikumsfondsvermögen: Dort liegen die derzeitigen Problemkinder der Branche weiterhin vorn, Aktienfonds mit einem Bestand von 195,3 Milliarden Euro, dahinter Rentenfonds mit einem Volumen von 170,1 Milliarden Euro. Weiter folgen Geldmarktfonds, die es auf 101,8 Milliarden Euro bringen und offene Immo-Fonds, auf die 87,2 Milliarden Euro entfallen.

Die insgesamt in Publikumsfonds verwalteten Mittel summieren sich inzwischen auf 703,5 Milliarden Euro. Institutionelle Akteure, wie Versicherungen oder Pensionsfonds, steuern weitere 664,6 Milliarden Euro in Spezialfonds bei. Die Branche ist damit zur Jahresmitte 1.368 Milliarden Euro schwer, allerdings verlor sie allein im Juni durch Umschichtungen 6,7 Milliarden Euro. (hb)

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