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16. Juni 2008, 00:00
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Studie: ETF-Potenzial bleibt ungenutzt

Obwohl die Anlageklasse deutlich im Kommen ist, werden die Vorteile börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Funds: ETFs) von europäischen Investoren noch nicht voll ausgeschöpft. So lautet das Fazit der aktuellen Studie ?European ETF Survey 2008? der französischen Wirtschaftsuniversität Edhec, Nizza.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass ETFs trotz guter Eignung nur selten für Wertpapierleihen, Leerverkäufe oder dynamisches Risikomanagement eingesetzt werden. Europäische Anleger nutzten die Produkte vor allem um breite Marktindizes abzudecken, so die Studie.

Der Trend ist eindeutig: 78 Prozent der Teilnehmer investieren mit ETFs mittlerweile in die weltweiten Aktienmärkte, vor zwei Jahren waren es noch 45 Prozent gewesen. Mehr als ein Fünftel aller Aktieninvestments fließt inzwischen in die passiven Index-Fonds. Bei festverzinslichen Papieren entfallen rund zehn Prozent des gesamten Anlagevolumens auf ETFs.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten (94 Prozent) deckt mit ETF-Aktieninvestments breite Standardindizes ab. Lediglich 19 Prozent setzen gezielt auf verschiedene Anlagestile oder Marktsegmente. Für Wertpapierleihen, Handelsstrategien oder Leerverkäufe werden ETFs kaum eingesetzt, lediglich 13 Prozent der Teilnehmer verfolgen diesen Ansatz. Potenziale zur optimalen Kombination von Märkten und Branchen im Kerninvestment bleiben damit nach Einschätzung der Edhec-Analysten ungenutzt.

Dafür nimmt die Nachfrage nach ETFs aus den Bereichen Rohstoffe, Immobilien oder Hedgefonds deutlich zu. 30 bis 50 Prozent der Befragten Investoren nutzen sie mittlerweile für Investments in diese Anlageklassen, 2006 waren es nur fünf bis 15 Prozent gewesen. Auch für Randpositionen im Portfolio, sogenannte Satellite-Investments, die üblicherweise aktiv gemanagt werden, verwenden inzwischen über die Hälfte der institutionellen Anleger und Vermögensverwalter ETFs.

Im Rahmen der von iShares, der ETF-Tochter von Barclays Global Investors, unterstützten Erhebung wurden zwischen Januar und April 2008 Daten von 111 europäischen Profi-Anlegern ausgewertet. (hb)

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