Anzeige
Anzeige
20. November 2009, 14:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Der richtige Umgang mit Blasenproblemen

Die Halver-Kolumne

Auf eines ist auch heute noch unbedingt Verlass: Die US-Notenbank Fed. Denn die Mutter aller Schlachten rettet die Welt regelmäßig mit ihrem scharfen Liquiditätsschwert vor dem deflationären Monster wie der weiße Ritter das Burgfräulein aus den Klauen des bösen Drachens.

Robert-Halver- -B Rse-204 2401-127x150 in Der richtige Umgang mit Blasenproblemen

Cash.-Kolumnist Robert Halver

Auch aktuell wirkt das Anti-Depressions-Serum, denn deutlich gesunkene Risikoprämien bei zum Beispiel Unternehmensanleihen und Aktien zeigen unzweifelhaft, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte zurückkommt. So mancher apokalyptische Reiter ist damit böse vom Pferd gefallen: Offensichtlich sind wir nicht gezwungen, zukünftig Baumrinde zu fressen.

So weit so gut! Allerdings stellt sich nach den verheerenden Erfahrungen der Immobilienblase die Kardinalfrage für die Geldpolitik: Wann werden die extrem lockeren Zügel wieder angezogen? Wann wurde einerseits genug stimuliert, um einen nachhaltigen Aufschwung zu initiieren, ohne aber die nächste gewaltige Blase loszutreten. Wie lange muss andererseits das Füllhorn aufbleiben, um ein „Double Dip“, ein nochmaliges scharfes Abrutschen in die Rezession, zu verhindern.

Für mich ist klar, dass sich die Fed, abseits von anders lautenden Sonntagsreden, im Zweifel für die Konjunktur entscheiden wird und länger und mehr pumpt als unter normalen Bedingungen nötig wäre. Aber normale Bedingungen haben wir schon lange nicht mehr. Seit der endgültigen Abkopplung vom Goldstandard 1971 hat die Fed ihre Geldpolitik immer auch gerne als Instrument zur übertriebenen Konjunkturstimulierung eingesetzt und damit auch Fehlallokationen und Anlageblasen verursacht, die über die Globalisierung – wir danken unseren amerikanischen Freunden und Beschützern – auch der gesamten Welt aufgezwungen wurden. Platzten diese fundamental ungerechtfertigten Seifenblasen, mussten sie durch die nächste Liquiditätsoffensive geheilt werden, um einen Konjunkturschock zu verhindern.

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...