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8. Januar 2009, 00:00
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Invesco-Ausblick: Schwellenländer werden nicht verschont

John Greenwood, Chefvolkswirt der britischen Fondsgesellschaft Invesco, prognostiziert für das kommende Jahr Rezession und steigende Arbeitslosenraten in den meisten Industrieländern. Aufgrund der hohen Abhängigkeit vieler Schwellenländer vom Handel mit den reicheren OECD-Ländern rechnet Greenwood auch in diesen Regionen mit einem Wachstumseinbruch.

„Keines der Entwicklungsländer – nicht einmal China oder Indien – verfügt über die nötige Dynamik, um als unabhängiger Wachstumsmotor ein Gegengewicht zum Abschwung in den Industrieländern zu bilden”, meint der Ökonom.

Gleichwohl ist er sicher, dass die geld- und fiskalpolitischen Anreize der globalen Notenbanken und Regierungen letztlich die Wende vom Abschwung zu einem erneuten Aufschwung einläuten.

Voraussetzung dafür sei aber, dass der Deleveraging-Prozess zum Abschluss komme, sich also die Verschuldungsquoten der Akteure an den Finanzmärkten dem veränderten Marktumfeld anpassen. Dies erfordere noch einiges an Zeit, aktuell verhindere die Bilanzreparatur im privaten Sektor noch die volle Entfaltung der staatlichen Konjunkturprogramme.

Eine moderate Erholung hält Greenwood frühestens im Jahr 2010 für möglich. Ab 2011 könnte bereits das nächste Problem drohen und der von den aktuellen staatlichen Konjunkturprogrammen ausgelöste Inflationsdruck zu einem Problem werden, so Greenwood. (hb)

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