Anzeige
Anzeige
4. Juni 2010, 15:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Edda Schröder: “Mikrofinanz bleibt auf dem Vormarsch”

Mikrofinanzfonds florieren weltweit. Die Kleinstkredite sind auch in den Industriestaaten gefragt. Edda Schröder war mit ihrem Unternehmen Invest in Visions und dem von ihr initiierten Fonds Wallberg Global Mikrofinance von Beginn an dabei.

Edda-schr Der-127x150 in Edda Schröder: Mikrofinanz bleibt auf dem Vormarsch

Edda Schröder, Invest in Visions

Cash.: Sind inzwischen Mikrofinanzfonds hierzulande zum öffentlichen Vertrieb zugelassen?

Schröder: Nein, nach wie vor kein einziger. Das liegt hauptsächlich an der in Deutschland geltenden Bedingung, dass die Fonds nur in diejenigen Mikrofinanzinstitute investieren dürfen, an denen eine Entwicklungsbank wie etwa die deutsche KfW beteiligt ist. Damit wäre das Anlageuniversum auf rund 100 Institute begrenzt und eindeutig zu klein. Außerdem handelt es sich zumeist um größere Mikrofinanzhäuser, die nicht unbedingt die bevorzugten Kandidaten des Fondsmanagements sind. Wir erhalten aber Signale aus der Politik, dass sich der gesetzliche Rahmen in absehbarer Zeit ändern soll. Das Interesse an den Produkten ist jedenfalls vorhanden. Sowohl Berater als Privatbanken suchen für ihre Kunden nach solchen Alternativen. Zum Teil bieten sie diese momentan auch als Private Placement an.

Cash.: Können Sie allein über die Auswahl der Institute das Kapital hinreichend streuen?

Schröder: Ja, wir haben zurzeit rund 35 Millionen Euro auf 43 Mikrofinanz-Gesellschaften in 21 Ländern verteilt. Der größte Kredit hat ein Volumen von 530.000 US-Dollar. Verbriefungen beispielsweise haben wir gar nicht im Portfolio. Zum einen haben sie noch ein Geschmäckle aus der Finanzkrise, zum anderen machen sie nur dann Sinn, wenn Kredite für mehrere Kleinstinstitute gebündelt werden müssen, die einzeln einen zu hohen Aufwand erfordern.

Cash.: Bleibt Mikrofinanz also weiter auf dem Vormarsch?

Schröder: Sicherlich, der Bedarf ist auch in den westlichen Industriestaaten sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika gewaltig. Allein die KfW hat gerade einen Fonds über 300 Millionen Euro aufgelegt, um Existenzgründern hierzulande Mikrokredite anbieten zu können. Die EU plant, in den nächsten Jahren 45.000 Mikrokredite zu vergeben.

Seite 2: Wachablösung bei Banken

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...