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11. März 2010, 14:29
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Erster Islam-konformer Mischfonds von Meridio

Der Kölner Vermögensverwalter Meridio bringt den ersten aktiv gemanagten Islam-konformen Mischfonds an den deutschen Markt. Der Meridio Global Islamic Multi Asset (LU0442310859) soll die Bedürfnisse der Muslime aufnehmen und als Ethik-Investment zugleich für Nicht-Muslime interessant sein.

Koran-127x150 in Erster Islam-konformer Mischfonds von MeridioNach Einschätzung des Fondsinitiators Uwe Zimmer, der sowohl Gründer und Vorstandsvorsitzender von Meridio als auch Vorstandsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft ist, hat der Markt für Islam-konforme Investments enormes Potenzial. Weltweit seien bereits rund eine Billion Euro in diesem Sektor angelegt – und das Wachstum betrage jedes Jahr zwischen 15 und 20 Prozent. Im Gegensatz zu Großbritannien oder Frankreich gehe der Boom an Deutschland allerdings bislang vorbei, so Zimmer.

Eine aktuelle Studie des Instituts for Islamic Banking  and Finance beziffert das Marktpotenzial für Islam-konforme-Produkte im Privatkundensektor hierzulande auf rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. In Deutschland leben rund 4,3 Millionen Muslime, vor allem türkischer Herkunft. Ihr Jahreseinkommen liegt der Analyse zufolge bei 16 bis 20 Milliarden Euro, insgesamt haben sie 22 bis 38 Milliarden Euro gespart. Über 70 Prozent dieser Muslime in Deutschland haben Interesse an Islam-konformen Finanzprodukten, so die Untersuchung.

Kein Wunder also, dass Meridio diese Zielgruppe ins Auge fasst. Der neue Multi-Asset-Fonds hat seinen Anlageschwerpunkt in Aktien und islamischen Zertifikats-Strukturen, sogenannten Sukuks. Über die Einhaltung der Investmentkriterien wacht eine Ethik-Kommission, die sich aus drei Gelehrten zusammensetzt, die neben der umfassenden theologischen Ausbildung laut Meridio auch über ein fundiertes ökonomisches Wissen verfügen.

Die islamischen Anlageregeln: Geldzinsen sind untersagt – Geld besitzt keinen inneren Wert und darf daher nicht als Handelsware genutzt werden. Zudem sind hochspekulative Geschäfte sowie Anlagen in Branchen wie Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Rüstungsgüterindustrie oder Pornografie tabu. Oberste Prinzipien sollen die Wahrung von Gerechtigkeit, der faire Umgang sowie die Harmonie von individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung sein.

Provisionen fallen beim Meridio-Fonds dennoch an: Anleger zahlen maximal fünf Prozent Ausgabeaufschlag. Die Verwaltungsgebühr gibt der Anbieter mit bis zu 1,5 Prozent pro Jahr an. Erzielt das Investment mehr als fünf Prozent Wertzuwachs, erhält das Management zudem eine 15-prozentige Performancegebühr.

Bereits seit September 2008 bietet Allianz Global Investors Scharia-konforme Aktienfonds in Deutschland an. (hb)

Foto: Shutterstock

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